Informationen über Costa Rica

Costa Rica ist das grünste Postkartenmotiv Mittelamerikas – ein Land, das gleichzeitig entspannt, organisiert und erstaunlich modern wirkt. Mit 51 100 km² ist es etwas grösser als die Schweiz (41 285 km²), fühlt sich aber durch seine Berge, Küsten und Klimazonen deutlich weitläufiger an. Rund 5,2 Millionen Einwohner leben hier – also etwa halb so viele wie in der Schweiz.

Zwischen zwei Ozeanen und mehreren Klimazonen liegen Vulkane, Nebelwälder, Strände, Kaffeeplantagen und Nationalparks, die zu den artenreichsten der Welt gehören. Trotz seiner kleinen Fläche wirkt Costa Rica gross: kurvige Bergstrassen, dichter Regenwald, wilde Küsten und ein Lebensrhythmus, der sich in einem einzigen Ausdruck zusammenfassen lässt: Pura Vida.

Politisch ist Costa Rica eines der stabilsten Länder Lateinamerikas. Die Wirtschaft basiert auf Tourismus, Landwirtschaft (Kaffee, Ananas, Bananen) und einem stark wachsenden Technologie- und Medizintechnik-Sektor. Das Land gilt als wohlhabender als seine Nachbarn, aber auch als teurer – besonders für Reisende.

Natur ist hier kein Hintergrund, sondern Hauptdarsteller: Faultiere über der Strasse, Brüllaffen im Morgengrauen, Kolibris an jeder Blüte, Schildkröten an den Stränden. Wer reist, bewegt sich ständig zwischen Regenzeit und Trockenzeit, zwischen tropischer Hitze an der Küste und frischer Bergluft auf 2 000 Metern Höhe.

Costa Rica ist kein klassisches Overlander-Land wie Mexiko oder Argentinien, aber eines der zugänglichsten: sichere Stellplätze, viele Eco-Lodges, gute Versorgung, klare Regeln. Gleichzeitig ist es regulierter als die Nachbarn – besonders an Stränden und in Schutzgebieten.


B wie Bargeld

Costa Rica ist ein Land, in dem Karten fast überall funktionieren, aber Bargeld trotzdem wichtig bleibt – vor allem ausserhalb der touristischen Zentren. Die Landeswährung ist der Costa‑Rica‑Colón (CRC), doch US‑Dollar werden vielerorts ebenfalls akzeptiert.

Bargeldbezug

Geldautomaten (ATMs) gibt es in allen Städten und vielen Dörfern. Typische Gebühren:

  • 2–6 USD pro Abhebung (je nach Bank)
  • Limit meist 100–300 USD pro Abhebung
  • Einige ATMs bieten USD‑Auszahlung an (z. B. BAC, BCR)

Tipp: Immer „Without conversion“ wählen – sonst wird der Kurs extrem schlecht.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man bei den ATM der BCR (Banco de Costa Rica), sowohl Costa‑Rica‑Colón als auch USD spesenfrei beziehen kann.

Karten & Mobile Payment

  • Kreditkarten wie Visa, Mastercard (nicht mit Maestro verwechseln, die funktioniert nicht) funktionieren fast überall
  • Selbst kleine Restaurants akzeptieren oft Karten
  • Kontaktloses Bezahlen ist weit verbreitet
  • Apple Pay / Google Pay funktionieren je nach Terminal

Wann Bargeld nötig ist

  • Parkplätze
  • Strassenstände
  • Kleine Sodas (lokale Restaurants)
  • Märkte
  • Öffentliche Busse
  • Trinkgelder

Wechselkurs & Preise

Der Colón schwankt, aber Costa Rica ist generell teurer als die Nachbarländer. Viele Preise sind in USD ausgezeichnet, besonders in touristischen Regionen.

Wechselkurs: 1 Sfr = 576.88 ₡ (06.03.2026)


C wie Camper

Costa Rica ist eines der camperfreundlichsten Länder Mittelamerikas – allerdings nicht im europäischen Sinn. Offizielle Campingplätze gibt es, aber sie sind selten klassisch ausgestattet. Es fehlt praktisch überall Entsorgungsstationen für Grau- und Schwarzwasser. Dafür findet man fast überall private Stellplätze, Eco‑Lodges, Hostels, Fincas und Strandparkplätze, die Camper willkommen heissen.

Wild stehen ist möglich, aber Costa Rica ist deutlich regulierter als Nicaragua oder El Salvador. Viele Strände gehören zu Schutzgebieten, und dort wird Übernachten nicht gern gesehen. Auf Privatgrund ist man fast immer auf der sicheren Seite.

Typische Stellplatz‑Optionen

  • Eco‑Lodges & Hostels Sehr beliebt bei Overlandern. Oft mit Dusche, WC, Küche, manchmal sogar Pool.
  • Fincas & Privatgrundstücke Freundlich, sicher, oft wunderschön gelegen. Preise variieren stark.
  • Strände & Küstenparkplätze Möglich, aber nicht überall erlaubt. In Nationalparks verboten.
  • Campingplätze Selten klassisch, eher einfache Anlagen mit WC/Dusche.
  • Tankstellen & Parkplätze Nur als Notlösung, aber sicher und unkompliziert.

Preise

Costa Rica ist teurer als alle Nachbarländer. Typisch:

  • 10–30 USD pro Person auf einfachen Plätzen
  • 15–30 USD pro Fahrzeug bei Lodges / Hostels
  • Strände / Parkplätze: oft kostenlos, aber nicht immer erlaubt

Sicherheit

Costa Rica gilt als eines der sichersten Länder der Region, aber Diebstähle kommen vor – besonders an Stränden.

Wichtig:

  • nie unbeaufsichtigt am Strand stehen
  • nachts Türen verriegeln
  • in Städten nur auf bewachten Parkplätzen
  • Polizei ist freundlich, aber kontrolliert Strände gelegentlich

Empfehlung für Reisefahrzeuge

  • 4×4 ist in Costa Rica fast Pflicht, besonders für Strände, Berge und Regenzeit
  • Bodenfreiheit wichtig
  • Reifendruck anpassen auf Sand und Schotter
  • Nachtfahrten vermeiden (Tiere, Schlaglöcher, Regen)

Wir haben alle unsere Camps dokumentiert – mit Koordinaten, Höhenmetern und kurzen Infos zu den Stellplätzen, die wir selbst besucht haben. Die vollständige Liste veröffentlichen wir hier.


E wie Essen und Trinken

Die costa‑ricanische Küche ist einfach, frisch und mild. Viel Reis, viel Bohnen, viel Gemüse – und immer wieder überraschend gute Salsas. Costa Rica ist kein Land der grossen Gewürze, sondern eines der klaren, ehrlichen Alltagsgerichte. In touristischen Orten findet man zusätzlich eine riesige Auswahl an internationaler Küche.

Typische Gerichte

  • Gallo Pinto – das Nationalfrühstück aus Reis & Bohnen, oft mit Ei
  • Casado – das klassische Mittagsgericht: Reis, Bohnen, Fleisch/Fisch, Salat, Kochbanane
  • Sopa Negra – schwarze Bohnensuppe mit Ei
  • Chifrijo – Schichten aus Bohnen, Reis, Schwein, Pico de Gallo
  • Ceviche – sehr beliebt, oft aus Tilapia oder Corvina
  • Patacones – frittierte Kochbananen, knusprig und perfekt als Snack

In Sodas (lokale Restaurants) isst man günstig und authentisch.

Getränke

  • Frescos Naturales – frische Fruchtsäfte, oft sehr süss
  • Kaffee – Costa Rica ist eines der besten Kaffee‑Länder der Welt; in Bergregionen exzellent
  • Agua de Sapo – Limette, Ingwer, Panela
  • Bier – Imperial, Pilsen, Bavaria
  • Rum – Cacique ist der Klassiker

Trinkwasser

Costa Rica ist eines der wenigen Länder Mittelamerikas, in denen Leitungswasser in vielen Regionen trinkbar ist – besonders in Städten und Bergen. Trotzdem gilt:

  • In touristischen Orten meist problemlos
  • In ländlichen Gebieten besser abgefülltes Wasser
  • Viele Unterkünfte bieten Refill‑Stationen

Einkaufen

Supermärkte sind gut sortiert, aber teurer als in den Nachbarländern.

Typisch:

  • Pali / Maxi Pali – günstig, Basisprodukte
  • Mas x Menos / Automercado – grosse Auswahl, teuer
  • Megasuper – mittlere Preisklasse
  • Ferias (Wochenmärkte) – frisches Obst & Gemüse, sehr günstig
  • Walmart – mittlere Preisklasse, grosse Auswahl

Importprodukte (Käse, Schokolade, Brot, Aufschnitt) sind deutlich teurer.

Strassenstände & Märkte

Costa Rica hat fantastische Früchte:

  • Mango
  • Papaya
  • Ananas
  • Maracujá
  • Wassermelone
  • Bananen in allen Varianten

Strassenstände sind sicher, günstig und oft die beste Qualität.

Fazit

Costa Rica bietet eine frische, milde Küche, die perfekt zu tropischem Klima und Outdoor‑Leben passt. Mit Sodas, Märkten und gut sortierten Supermärkten ist Essen unterwegs unkompliziert, aber einiges teurer als in den Nachbarländern.


P wie Propangas

Propangas ist in Costa Rica sehr gut verfügbar und deutlich standardisierter als in den meisten Nachbarländern. Die gängigen Flaschengrössen sind:

  • 25 lbs (≈ 11,3 kg) – am häufigsten
  • 20 lbs (≈ 9 kg)
  • 15 lbs – seltener
  • 10 lbs – eher in Städten

Die wichtigsten Anbieter sind Tropigas, Gas Zeta und Tomza. Alle nutzen den POL‑Anschluss, identisch mit Nicaragua, Honduras und Guatemala.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir in diesem Artikel nur beschreiben,
  was wir über das Thema „Gas im Wohnmobil“ in Kanada recherchiert haben.
  Es muss jeder die Entscheidung selber treffen, was für ihn das Richtige ist.
  Wir lehnen jede Haftung ab!

Adapter

Für europäische Systeme benötigt man:

  • POL‑Adapter (Standard in Costa Rica)
  • ACME je nach eigenem Druckregler

Wer bereits in Nicaragua oder Honduras unterwegs war, kann denselben Adapter weiterverwenden.

Füllen & Tauschen

Costa Rica ist eines der Länder, in denen beides problemlos funktioniert:

  • Füllstationen in allen Städten
  • Tauschflaschen an vielen Supermärkten, Ferreterías und Tankstellen
  • Ausländische Flaschen werden oft gefüllt, solange der Adapter passt
  • Preise sind höher als in Nicaragua: 25‑lbs‑Füllung ca. 4 000–6 000 CRC

Wichtig: Costa Rica ist strenger reguliert als die Nachbarn. Offizielle Stationen füllen korrekt und sicher, improvisierte Dorfstationen sind selten.

Fest verbaute Gastanks

Fest eingebaute Gastanks funktionieren in Costa Rica problemlos. Das Land nutzt wie der gesamte mittelamerikanische Raum den POL‑Standard, und die offiziellen Füllstationen („Gaseras“) sind gut organisiert und arbeiten nach klaren Sicherheitsregeln.

Füllen lassen

Ein fest verbauter Tank wird in Costa Rica fast immer akzeptiert, solange:

  • der Befüllstutzen gut zugänglich ist
  • der Tank klar als LPG‑Tank erkennbar ist
  • ein POL‑Anschluss vorhanden ist

Die Mitarbeiter sind an Overlander gewöhnt und füllen Tanks korrekt und ohne Improvisation.

Vorteile:

  • keine Diskussionen über Flaschen
  • sauberer, sicherer Füllvorgang
  • automatische Abschaltung funktioniert zuverlässig
  • landesweit gute Verfügbarkeit

Nachteil:

  • Costa Rica ist teurer: Füllung eines 25‑lbs‑Äquivalents ca. 4 000–6 000 CRC

Sicherheit & Qualität

  • Installationen sind meist gut gewartet
  • Offizielle Gaseras arbeiten sauber und nach Vorschrift
  • Flaschen sind in gutem Zustand
  • Trotzdem: nach dem Füllen immer selbst prüfen
    • Ventil
    • Dichtung
    • Gewicht

Fazit

Costa Rica ist eines der unkompliziertesten Länder für Propangas in Mittelamerika: gute Infrastruktur, klare Standards, sichere Füllstationen. Mit einem POL‑Adapter ist man sofort einsatzbereit.


S wie Strassengebühren

Costa Rica hat keine landesweiten Mautsysteme wie Mexiko und auch keine Vignetten. Das gesamte Strassennetz ist mautfrei – mit einer einzigen Ausnahme: der Autopista 27, eine zweispurige Schnellstrasse zwischen San José und der Pazifikküste.

Diese Strecke wird privat betrieben und hat mehrere Mautstationen, die je nach Abschnitt unterschiedliche Preise verlangen.

Maut auf der Autopista 27

mehrere Stationen zwischen San José und Caldera:

  • Preise pro Abschnitt ca. 200–600 CRC
  • Gesamtstrecke für ein normales Fahrzeug ca. 1 500–2 000 CRC
  • Kategorie 3 (mittlere LKW, 2–3 Achsen) ca. 3 000–4 000 CRC für die gesamte Strecke
  • Kategorie 4 (schwere LKW, 3 Achsen) ca. 4 500–6 000 CRC für die gesamte Strecke
  • Kategorie 5 (grosse Trucks, 4+ Achsen) ca. 6 000–8 000 CRC
  • Zahlung bar oder mit Karte
  • Wohnmobile zahlen den PKW‑Tarif, solange sie nicht als LKW eingestuft sind

Tipp: An Wochenenden ist die 27 oft stark befahren, besonders Richtung Pazifik.

Parkgebühren

In Städten gibt es häufig offizielle Parkzonen:

  • Parkwächter („Parqueros“) mit Westen
  • Gebühren 300–600 CRC pro Stunde
  • Quittung verlangen
  • In touristischen Orten (z. B. Manuel Antonio, Tamarindo) teils überhöhte Preise → verhandeln oder offiziellen Parkplatz suchen

S wie Strom

Costa Rica nutzt wie der Grossteil Mittelamerikas 120 V / 60 Hz und die US‑Steckertypen A und B. Für europäische Geräte braucht man einen flachen Adapter, moderne Ladegeräte funktionieren dank 110–240 V problemlos.

In Städten ist die Stromversorgung sehr zuverlässig, auf dem Land und an Küstenorten dagegen spürbar schwankend – besonders bei Regen oder starkem Wind.

Costa Rica ist kein klassisches Campingland, aber Strom findet man häufiger als in Nicaragua:

  • Eco‑Lodges & Hostels bieten oft Steckdosen für Camper
  • Viele Unterkünfte haben verlängerte Kabel oder Aussensteckdosen
  • Landstrom ist fast immer 120 V, manchmal schwach abgesichert
  • Spannungsschwankungen sind normal, besonders in Küstenregionen
  • Ein Überspannungsschutz ist sehr empfehlenswert

Wichtig: An Stränden gibt es fast nie Strom, und in Nationalparks ist das Übernachten sowieso verboten.

Steckdosen & Adapter

  • Typ A/B (US‑Standard)
  • Europäische Stecker benötigen Adapter A/B → C/F
  • Viele Unterkünfte haben USB‑Steckdosen
  • Verlängerungskabel sind praktisch, weil Steckdosen oft weit weg sind

Stromausfälle

Costa Rica hat ein stabiles Netz, aber Ausfälle kommen vor:

  • häufiger an der Pazifikküste
  • bei Gewittern oder starkem Regen
  • in ländlichen Gebieten
  • meist nur kurz, oft wenige Minuten

Viele Hotels und Lodges haben Generatoren, die automatisch starten.

Wichtig
  • 120 V reichen für Ladegeräte, aber nicht für europäische Hochleistungsgeräte
  • Induktionskochfelder funktionieren oft nicht sauber
  • Ladebooster & Solar sind die beste Kombination
  • Solar funktioniert hervorragend, besonders in der Trockenzeit
  • In der Regenzeit (Mai–Nov) kann Solar an der Küste schwach sein

T wie Telefon / Internet

Telefonieren Costa Rica → CH:
00 41 + Ortsvorwahl ohne Null + Teilnehmernummer

Telefonieren CH → Costa:
00 503 + Teilnehmernummer, Costa Rica hat keine Ortsvorwahlen. Alle Nummern sind 8‑stellig.

Costa Rica hat eines der besten Mobilfunknetze Mittelamerikas. In Städten und touristischen Regionen ist die Abdeckung sehr gut, an Stränden und im Hochland kann es trotzdem zu Löchern kommen. Die wichtigsten Anbieter sind Kolbi (staatlich), Claro und Movistar.

Für Reisende ist eine lokale SIM die beste und günstigste Lösung.

Telefonieren
  • Inlandsgespräche sind günstig
  • Internationale Anrufe (z. B. CH) sind teuer
  • Besser über WhatsApp, Signal, Facetime Audio telefonieren
  • Schweizer SIM‑Karten funktionieren, aber Roaming ist extrem teuer
Prepaid‑SIM & Daten

Eine lokale SIM ist in Costa Rica super einfach zu bekommen: am Flughafen, in Supermärkten, Kiosken oder direkt in den Shops der Anbieter.

Typische Preise:

  • 2–5 GB: 2 000–4 000 CRC
  • 8–12 GB: 4 000–7 000 CRC
  • 20 GB: 7 000–10 000 CRC
  • SIM‑Karte: 1 000–2 000 CRC

Viele Pakete beinhalten unbegrenztes WhatsApp (Text & Calls).

Welcher Anbieter?

  • Kolbi: beste Abdeckung im ganzen Land
  • Claro: stark in Städten
  • Movistar: gut, aber weniger flächendeckend
Internet & WLAN

WLAN ist in Costa Rica weit verbreitet und meist schneller als in den Nachbarländern.

Typisch:

  • Hotels & Lodges: gut bis sehr gut
  • Cafés & Restaurants: solide
  • Strände: schwankend
  • Regenwald & Berge: oft schwach oder gar nicht

Bei starkem Regen oder Sturm kann es zu kurzen Ausfällen kommen.

Für Camper wichtig
  • Mobilfunk reicht für Navigation, Banking, Social Media
  • Hotspots funktionieren gut, solange man Netz hat
  • In Nationalparks gibt es oft kein Signal
  • An Stränden ist das Netz je nach Region top oder tot
  • Für längere Aufenthalte lohnt sich ein grosses Datenpaket

T wie Treibstoff

In Costa Rica ist die Treibstoffversorgung sehr gut. Entlang aller Hauptstrassen, in Städten und in touristischen Regionen gibt es viele Tankstellen, meist von Marken wie Delta, Uno, La Gas, Recope oder Shell. Selbst in abgelegeneren Gegenden findet man regelmässig Stationen, nur in sehr ländlichen Bergregionen können die Abstände grösser werden. Diesel und Benzin (Regular und Super) sind überall erhältlich.

Die Qualität des Treibstoffs ist landesweit zuverlässig. Probleme mit verunreinigtem Diesel sind selten. Wer sicher gehen will, tankt an grösseren Markenstationen. Auf Inseln wie Tortuguero oder in sehr abgelegenen Gebieten wird Treibstoff manchmal aus Kanistern verkauft, aber das ist eher die Ausnahme.

Costa Rica reguliert die Treibstoffpreise staatlich, weshalb sie landesweit fast überall gleich sind. Diesel ist meist etwas günstiger als Benzin. Bezahlt wird in Colón oder US‑Dollar, Kartenzahlung funktioniert an den meisten Stationen, aber nicht an allen.

Wie bezahlten am 06.06.2025 für 1 Liter Diesel CRC 557 = Sfr 0.86


V wie Verkehr

Costa Rica wirkt im Alltag entspannt, freundlich, langsam – bis man sich in den Verkehr mischt. Dort kippt die Stimmung: Ticos sind überraschend ungeduldig, fahren zackig, drängeln und reagieren schnell gereizt, wenn jemand „trödelt“.
Im Supermarkt stehen sie 10 Minuten plaudernd an der Kasse. Im Verkehr geben sie dir 3 Sekunden, bevor gehupt wird.

Fahrstil & Verhalten

Der costa‑ricanische Fahrstil ist eine Mischung aus zivilisiert und ungeduldig:

  • Hupen, wenn man nicht sofort losfährt
  • Spontane Spurwechsel ohne Blinker
  • Sehr dichtes Auffahren
  • Überholen auch bei mässiger Sicht
  • Motorräder überall, oft ohne Rücksicht
  • Busse fahren schnell und bremsen abrupt

Trotzdem: Es ist weniger chaotisch als Guatemala oder Honduras – aber nervöser als Nicaragua.

Strassenqualität

Costa Rica hat einige der besten Strassen Mittelamerikas – aber auch einige der schlechtesten.

  • Hauptstrassen: gut bis sehr gut
  • Bergstrassen: eng, steil, oft Schlaglöcher
  • Küstenregionen: wechselhaft
  • Regenzeit: Schlaglöcher entstehen über Nacht

4×4 ist kein Luxus, sondern praktisch Pflicht, wenn man abseits der Hauptachsen unterwegs ist.

Besonderheiten im Verkehr

  • Kreisverkehre funktionieren erstaunlich gut
  • Fussgänger überqueren spontan, aber sie haben keinen Vortritt
  • Tiere auf der Strasse sind selten, aber möglich
  • In Städten viel Verkehr, aber wenig Aggression
  • Auf dem Land: Geduld null, besonders hinter langsamen Fahrzeugen

Polizei & Kontrollen

Die Polizei ist freundlich, aber präsent. Kontrollen sind meist korrekt und unproblematisch.

Typisch kontrolliert werden:

  • Geschwindigkeit
  • Gurtpflicht
  • Handy am Ohr
  • Fahrzeugpapiere

Beste Strategie: ruhig bleiben, freundlich sein, alles zeigen.

Tipps für Reisende

  • Defensiv fahren, aber zügig reagieren
  • Nicht trödeln an Ampeln oder beim Abbiegen
  • Nachtfahrten vermeiden (Regen, Tiere, Schlaglöcher)
  • Abstand halten, besonders zu Bussen und Motorrädern
  • In Städten lieber Wochentags vormittags fahren

Fazit

Costa Rica ist im Verkehr ungeduldiger als erwartet, aber nicht gefährlich. Wer aufmerksam fährt, zügig reagiert und Nachtfahrten meidet, kommt entspannt und sicher durchs Land – auch wenn die Ticos im Verkehr manchmal erstaunlich nervös sind.


Z wie Zeitzonen

Costa Rica liegt ganzjährig in der Central Standard Time (CST), also UTC‑6. Das Land kennt keine Sommerzeit – die Uhren werden nie umgestellt.

Damit bleibt die Zeit das ganze Jahr über stabil und unkompliziert.

Zeitverschiebung zur Schweiz

Schweizer Sommerzeit: –8 Stunden (weil die Schweiz vorstellt, Costa Rica aber nicht)
Schweizer Winterzeit: –7 Stunden