Zsolt
Zsolt – 2020.08.26 – 09.08. Slowakei

Durch die Slowakei

Stift Sankt Florian

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat setzen wir unsere Reise in östlicher Richtung fort. Für die nächste Übernachtung in Österreich möchten wir nicht direkt an der Autobahn bleiben, sondern suchen mit Hilfe einer App gezielt nach einem ruhigen Schlafplatz abseits der grossen Verkehrslärm.

Unsere Wahl fällt auf einen Parkplatz in St. Florian bei Linz. Erst später merken wir, dass es sich dabei um den Parkplatz des ältesten, grössten und bekanntesten Klosters in Österreich handelt: das Stift Sankt Florian.

Vor dem Schlafengehen nutzen wir die Gelegenheit, einen Spaziergang rund um das Kloster zu machen. Der Ort strahlt eine besondere Ruhe und Besinnlichkeit aus und bietet einen schönen Abschluss für den Tag.

Eger

Während unseres Aufenthalts in Ungarn nutzen wir die Gelegenheit, unsere Familien zu besuchen. Wir verbringen mehrere Tage in Nemesvàmos und Eger, wo wir wertvolle Zeit mit unseren Liebsten verbringen. Die gemeinsamen Momente vergehen wie im Flug und werden von einer warmen Atmosphäre und vielen schönen Erinnerungen begleitet.

Nach diesen besonderen Tagen und einer gründlichen Reinigung von Bodyduck setzen wir unsere Reise gestärkt und voller neuer Eindrücke fort.

Besuch in Kosice

Unsere Reise führt uns von Ungarn über die Grenze Bánréve/Kráľ in Richtung Kosice. Als Basis für die Besichtigung der Stadt wählen wir den Camp Route E58, der sich als sehr guter Ausgangspunkt erweist. Der Campingplatz bietet die Möglichkeit, bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Stadtzentrum zu gelangen. Alternativ gibt es einen gut ausgebauten, wenn auch alten und holprigen Veloweg, der direkt ins Zentrum führt.

Wir entscheiden uns dafür, mit unseren Trottinetts die Strecke vom Campingplatz ins Zentrum zurückzulegen und benötigen dafür ungefähr 20 Minuten. Unser erster Halt ist ein Aussichtsturm im Norden der Stadt, von dem aus wir einen schönen Blick auf die Umgebung geniessen. Anschliessend verbringen wir den restlichen Tag in der Altstadt, um die Atmosphäre und Sehenswürdigkeiten von Kosice zu erleben.

Stausee Veľká Domaša

Da das Wetter weiterhin sommerlich warm bleibt, beschliessen wir, einen Ort zum Baden zu suchen. Offenbar sind wir mit dieser Idee nicht allein, denn viele andere Menschen haben denselben Plan.

Im Ondauer Bergland (Ondavská vrchovina) liegt der zwischen 1962 und 1967 angelegte Stausee Veľká Domaša. Am südlichen Ufer des Sees befindet sich ein einfach ausgestatteter Campingplatz, der direkt an einen öffentlichen Strand angrenzt.

Wir verbringen das Wochenende an diesem Ort und stellen fest, dass die einheimischen Gäste bis tief in die Nacht ausgelassen feiern können. Tagsüber geniessen wir jedoch die Sonne und das erfrischende Wasser in vollen Zügen.

Burg Spišský hrad und Umgebung

Wir sind nun seit über einer Woche in der Slowakei und stellen immer häufiger fest, dass unser Fahrzeug aufgrund von Gewichtsbeschränkungen bei den Zufahrten zu Sehenswürdigkeiten an seine Grenzen stösst. In vielen Ortschaften dürfen nur Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 6 To. einfahren. Deshalb ist es uns nicht möglich, direkt bis zur Zipser Burg zu fahren.-

Im Dorf Spišské Podhradie finden wir jedoch einen geeigneten Parkplatz. Von hier aus führt ein steiler Weg, für den wir etwa 30 Minuten zu Fuss benötigen, hinauf zur Burg. Die Zipser Burg zählt zu den grössten Burganlagen Mitteleuropas. Sie thront auf einem 634 Meter hohen Hügel und beeindruckt durch ihre imposante Grösse. Seit 1993 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird kontinuierlich restauriert.

Anschliessend besuchen wir die Kathedrale des heiligen Martin (Spišská Kapitula). Während eines Spaziergangs auf dem gegenüberliegenden Feld entdecken wir Hinweisschilder, die uns zu verschiedenen kleinen Kapellen führen.

Hohe Tatra

Nach einer stürmischen Nacht bei der Kathedrale setzen wir unsere Reise in Richtung Hohe Tatra fort. Unser nächstes Ziel ist die Stadt Levoča, die für ihre besonders gut erhaltene Altstadt bekannt ist. Leider finden wir wegen einer Gewichtsbeschränkung keinen geeigneten Parkplatz in der Nähe und müssen daher auf einen Besuch verzichten.

Stattdessen verbringen wir eine Nacht in Poprad. Die Innenstadt erweist sich zwar als wenig spektakulär, dennoch geniessen wir einen gemütlichen Spaziergang und trösten uns mit einer feinen Glace.

Unser erster Aufenthalt in den Bergen führt uns zu einem kleinen Campingplatz bei Tatranská Lomnica. Von dort aus erkunden wir den berühmten Ferienort, dessen Zeitgeschichte ganze Bücher füllen könnte. Neben den typischen, im sozialistischen Stil erbauten Hotels entstehen hier immer mehr moderne Ferienanlagen, die wie Pilze aus dem Waldboden schiessen.

Wer dieses Ferienparadies besucht, sollte sich eine Fahrt mit der Gondel auf den 2634 Meter hohen Lomnický Štít nicht entgehen lassen. Wir entscheiden uns jedoch, aufgrund von Emese´s Höhenangst und der in Wolken gehüllten Bergspitze, lediglich bis zur Mittelstation Skalnaté Pleso auf 1754m ü.M zu fahren. Dort ist das Wetter noch gnädig und wir können die herrliche Aussicht geniessen.

In den letzten Tagen bereitet das Kochfeld immer wieder Schwierigkeiten. Es ist an der Zeit, die Ursache zu finden. Nach langem Suchen und Ausprobieren stellt sich heraus, dass das Gummi der Dieselleitungen spröde geworden und undicht ist. Unser Bordmechaniker wechselt die Leitungen, und seither funktioniert alles wieder wie neu.

Popradské Pleso

Bei unserer Ankunft in Štrbské Pleso ist das Wetter zunächst regnerisch und neblig. Doch die Bedingungen ändern sich rasch, sodass uns am nächsten Tag ideales Wanderwetter erwartet.

Unser Wanderziel ist das Popradské Pleso, ein See, in dem – so heisst es – südlich des Tatra-Hauptkamms nur hier Fische leben. Um zum See zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder eine asphaltierte Strasse, die sogar für Rollstuhlfahrende geeignet ist, oder einen Waldweg. Für den Aufstieg entscheiden wir uns für den Wanderweg durch den Wald, der etwa zwei Stunden in Anspruch nimmt.

Oben angekommen, werden wir mit einer beeindruckenden Aussicht auf die umliegenden Berge belohnt. Wir umrunden den See und stossen dabei auf einen kleinen Pfad, der zum Symbolischen Friedhof für verunglückte Bergsteiger sowie zu einer kleinen Kapelle führt.

Für den Rückweg wählen wir die betonierte Strasse. Im Vergleich zum idyllischen Waldweg am Morgen ist diese Variante jedoch weniger reizvoll.

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