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2023.10.26 – 11.11 Guatemala

Zsolt
Zsolt – 2023.10.26 – 11.11 Guatemala

Guatemala zum zweiten, Teil 1

Xpinjapul Natur Park

Nach dem reibungslosen Grenzübertritt zieht es uns in den Xpinjapul Natur Park (Koordinaten: 16.873653, -89.815102). Gemeinsam mit unseren Reisefreunden verbringen wir hier einen unglaublich schönen und interessanten Nachmittag. Der Platz liegt mitten im dichten Dschungel und bietet genau die Atmosphäre, die wir am Reisen so lieben.

Die Geräuschkulisse ist einmalig: Wir sind umgeben von unzähligen Vögeln und dem markanten Rufen der Brüllaffen, die uns daran erinnern, wie tief wir bereits wieder in der guatemaltekischen Wildnis stecken. Der Park bietet verschiedene Wanderwege an (Eintritt 100 Qz), die wir dieses Mal jedoch ausgelassen haben, da für uns das gemütliche Beisammensein und die Natur direkt am Stellplatz im Vordergrund standen.

Schweizer Gastfreundschaft bei Familie Senn

Wir haben einen wunderbaren Boxenstopp bei Walter und Antoinette eingelegt. Auf ihrem beeindruckenden Anwesen dürfen wir zwei Nächte direkt auf dem Hof stehen. Es ist ein Ort, an dem man sich sofort willkommen fühlt – nicht zuletzt wegen des hervorragenden Essens, das wir hier in vollen Zügen geniessen dürfen.

Was die Familie Senn hier betreibt, ist wirklich aussergewöhnlich und lässt kaum Wünsche offen. Die Anlage ist äusserst vielseitig und mit viel Liebe zum Detail gestaltet:

  • Unterkunft & Genuss: Neben gemütlichen Cabanas gibt es ein erstklassiges Restaurant und die charmante „St. Gallen Cafeteria“.
  • Events & Spiritualität: Eine grosse Eventhalle bietet Platz für Feierlichkeiten, und sogar eine eigene Kapelle gehört zum Anwesen.
  • Infrastruktur: Besonders beeindruckend ist der eigene Landeplatz für Helikopter – ein Zeichen für die Exklusivität dieses Ortes.

Es ist faszinierend zu sehen, wie hier Schweizer Präzision und guatemaltekisches Flair verschmelzen.

In Antigua kommen wir wieder mit lieben Reisefreunden zusammen. Wir haben uns mit Susanne und Jens (wolf16), Tanja und Gunnar (3weltreisende) sowie Ingrid und Branko auf dem Areal des Casa Bartolomé Hotel RV Park (Koordinaten: 14.64729, -90.70578) verabredet. Der Platz ist für uns ideal gelegen und kostet 150 Quetzales pro Nacht. Besonders praktisch ist die dortige Wäschemöglichkeit, da Waschen inklusive Trockner hier lediglich 40 Quetzales kostet – eine wahre Wohltat nach der langen Zeit im feuchten Dschungel.

Der Día de los Muertos ist in ganz Lateinamerika einer der bedeutendsten Feiertage des Jahres. Nach alter Tradition werden am 1. und 2. November die verstorbenen Familienmitglieder geehrt. Ein absolutes Highlight in dieser Region ist das Fest in Sumpango, wo riesige, kunstvoll gestaltete Drachen in den Himmel steigen sollen. Jährlich zieht dieses Spektakel mehrere tausend Menschen an.

Leider spielt das Wetter momentan nicht mit. Es regnet bereits am Vortag ununterbrochen, was die Vorfreude etwas trübt. Am Abend erreicht uns dann die Nachricht: Aufgrund der anhaltenden Regenfälle wurde das grosse Fest in Sumpango auf den 5. November verschoben. Wir müssen uns also noch ein paar Tage gedulden, bis wir die farbenprächtigen Kunstwerke am Himmel bewundern können.

Antigua

Unsere kleine Gruppe hat den Standprt nach Antigua verlegt. Jens&Susanne(wolf16) und Ingrid&Branko fahren auf dem Parkplatz der Polizeistation, Tanja&Gunner (3weltreisen.de) und wir entscheiden uns auf dem Campground Verde Eventos einzurichten (N 14.56111, W 90.73998, 180Qz/N. Wir machen einen ersten Spaziergang durch diese alte, sehr hübsche, ehemalige Kolonialstadt. Dieser Stadt mit den dicken Mauern ihrer Tempel, Klöster und Kolonialhäuser begeistert uns auf anhieb.

Beim spazieren werden wir unerwarten Zeugen einer katolische Cortejo Procesion. Begleitet von vielen Zuschauer wir ein riesige Sarg Christi durch die Gassen getragen.

Sumpango

Jedes Jahr am 1. November findet in Sumpango das berühmte Gigantes-Barrilettes-Festival statt. Wegen des Tropensturmes Pilar musste es in diesem Jahr jedoch auf den 5. November verschoben werden. Da wir unsere gesamte Reiseroute seit Wochen auf dieses Ereignis ausgerichtet hatten, liessen wir uns die Teilnahme natürlich nicht nehmen. Gemeinsam mit Tanja und Gunnar von 3weltreisen.de, Susanne und Jens von wolf16 sowie Ingrid und Branko mieteten wir einen Kleinbus für die Anreise aus Antigua.

Obwohl das Wetter auch an diesem Tag mit leichtem Nieselregen nicht optimal war, liessen sich die mehrere tausend Besucher die Laune nicht verderben. Die Begeisterung war riesig, als gegen Mittag endlich die ersten, mit bunt bemaltem Papier bespannten Bambusdrachen aufgestellt wurden. Besonders die Drachen der Kategorie A mit einem Durchmesser zwischen 11 und 20 Metern sorgten für ausserordentliches Staunen, auch wenn sie aufgrund ihrer Grösse nicht fliegen konnten.

Am frühen Nachmittag besserte sich das Wetter schliesslich so weit, dass die kleineren Drachen der Kategorie B ihre Flugfähigkeit unter Beweis stellen konnten. Manche erhoben sich erfolgreich in die Lüfte, während andere weniger Glück hatten. Es war eine äusserst imposante Erfahrung, dieses Fest mit all seinen Farben und der ansteckenden Freude von Jung und Alt mitzuerleben.

Cerro de la Cruz

Nach einigen Tagen werden wir endlich wieder mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Das nutzen wir sofort aus und laufen hoch zum Cerro de la Cruz. Der Aufstieg lohnt sich definitiv: Oben erwartet uns eine wunderschöne Aussicht auf ganz Antigua und den majestätischen Volcán de Agua.

Dieser beeindruckende Vulkan, der von den Maya liebevoll Hunahpu (das Tier) genannt wird, thront mit seinen 3760 Metern Höhe über der Stadt. Es ist faszinierend und zugleich ein wenig schaurig zu wissen, dass er das letzte Mal im Jahr 1541 ausbrach und damals die ursprüngliche Hauptstadt zerstörte. Bei diesem klaren Wetter wirkt der Riese jedoch friedlich und bietet die perfekte Kulisse für unsere Fotos.

Hobbitenango

Der Shuttle, den wir am Vortag reservierten, startet kurz nach acht Uhr direkt vor dem Touristenbüro. Dieser Ausflug stand schon lange gemeinsam mit Tanja und Gunnar von 3weltreisende auf unserer To-do-Liste. Bei herrlichem Sonnenschein erreichen wir Hobbitenango auf 2400 m ü. M. Die Anfahrt führt über Wege, die definitiv nicht für unsere eigenen Fahrzeuge konzipiert sind, weshalb die Wahl des Shuttles goldrichtig war.

Oben angekommen, erwartet uns eine mit viel Liebe zur Natur errichtete Plattform. Die im Hobbit-Stil erbauten Cottagen fügen sich perfekt in die Landschaft ein und versprühen einen ganz eigenen Zauber. Ein besonderes Highlight ist La Mano Gigante – eine riesige Skulptur in Form einer Hand, von der aus man eine atemberaubende Aussicht auf die Vulkane rund um Antigua geniessen kann. In dieser Höhe ist die Luft klar und der Ausblick auf die majestätischen Gipfel einfach unvergleichlich.

Valhalla Macadamia Farm

Auf der Valhalla Macadamia Farm tauchen wir tief in die Welt der teuersten Nüsse der Welt ein. Bei einer interessanten Führung durch die Plantage erfahren wir, dass von den vielen Arten lediglich zwei für den Verzehr geeignet sind. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Aufwand hinter der Gewinnung dieser edlen Kerne steckt.

Nach der Besichtigung lassen wir es uns im hauseigenen Restaurant gutgehen und probieren verschiedene Leckereien aus dem Sortiment. Neben diversen Schoggi-Sorten bietet die Farm auch hochwertige kosmetische Produkte an. Ein besonderes Extra: Jedem Besucher steht eine kostenlose Gesichtsmassage mit wertvollem Macadamia-Öl zu – eine Wohltat für die Reisehaut!

Ein unerwartetes Highlight ist die Toilette der Farm. Sie entpuppt sich als wahre Wohlfühloase und wird unter Reisenden oft als das schönste WC des Landes gehandelt. Ein Ort, an dem man sich fast länger aufhalten möchte, als nötig.

Leider gab es zum Abschluss einen kleinen Wermutstropfen: Obwohl in der App iOverlander berichtet wurde, dass man auf dem Parkplatz übernachten darf, wurde uns dies dieses Mal nicht gewährt. So müssen wir uns für die Nacht einen anderen Platz suchen.

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