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2024.08.22 – 09.06 Yucatan

Zsolt
Zsolt – 2024.08.22 – 09.06 Yucatan

Mexiko zum zweiten, Teil 9

  • 1 m. ü. M
  • 35/27°C
  • 324 Km gefahren / 6 Std.

Golf von Mexiko

Wir lassen das bergige Chiapas hinter uns, durchqueren auf einer kurzen Etappe den Bundesstaat Tabasco und erreichen schliesslich im Bundesstaat Campeche die Küste des Golfo de México. Der Wechsel der Kulisse ist gewaltig: Vom dichten Grün des Urwaldes geht es direkt an das weite, glitzernde Meer.

Für vier Tage schlagen wir unser Lager im Camping Costa de Sol auf. Auch wenn uns fast jeden Nachmittag ergiebige Regengüsse „unterhalten“, geniessen wir die entspannte Atmosphäre. Für faire 200 Pesos pro Nacht haben wir sogar Zugang zu einem Süsswasserpool, was bei der feuchten Hitze ein absoluter Segen ist.

Am Wochenende wandelt sich das Bild: Gutbetuchte Mexikaner reisen an und mieten die luxuriösen Cabanas mit Meerblick für stolze 2500 Pesos die Nacht. Wir bleiben lieber bei unserem treuen Bodyduck und konzentrieren uns auf das Restaurant, das ein echter Geheimtipp ist. Auch wenn der erste Eindruck vielleicht täuscht – der Pulpo a la mexicana ist absolut empfehlenswert und ein echtes Highlight für den Gaumen!

  • 2 m. ü. M
  • 37/29°C
  • 90 Km gefahren / 2 Std.

Campeche

Nach den entspannten Strandtagen erreichen wir nach kurzer Fahrt die Stadt Campeche. Wir finden einen strategisch günstigen Platz direkt auf dem Parkplatz der Muelle. Doch die Stadt meint es heiss mit uns: Bei 37 °C wird selbst der kurze Weg von 600 Metern zur Wäscherei Lavanderia del Bosque (19.8321777, -90.5535965) mit unseren schweren Wäschesäcken zu einer echten Herausforderung.

Nach anderthalb Stunden ist die Wäsche für 205 Pesos (zwei Maschinen und ein Trockner) sauber zusammengelegt. Nachdem wir unsere SodaStream-Tanks bei der Estafeta aufgegeben haben, zieht es uns ins Zentrum. Erstaunlicherweise kommt uns nichts bekannt vor, obwohl wir vor zehn Jahren schon einmal hier waren. Die 35 °C im Schatten lassen uns die klimatisierten Cafés wie Magnete ansteuern – die Stadtbesichtigung muss heute der Abkühlung weichen.

Der Rückweg zum Bodyduck führt uns den schattenlosen Malecón entlang – ein echtes „Puuhhh“-Erlebnis bei dieser Hitze. Doch der Abend entschädigt für alles: Direkt an unserem Parkplatz kehren wir bei La Palapa del Tio Fito ein. Die mit Käse überbackenen Austern und der gegrillte Tintenfisch an Orangensauce sind schlichtweg göttlich. Von der Terrasse aus krönen wir den Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang über dem Golf.

  • 16 m. ü. M
  • 37/29°C
  • 251 Km gefahren / 5Std.

Homún

Mérida und seine Umgebung sind weltberühmt für die unzähligen Cenoten. Alleine in und um die Gemeinde Homún gibt es über 30 dieser faszinierenden Kalksteinkrater, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Wir lassen uns dieses Naturwunder nicht entgehen und besuchen die unterirdische Grotte direkt hinter dem Hotel Santa Maria (+20.741543, -89.291098).

Der Abstieg führt uns etwa sechs Meter tief in die Erde. In der Grotte bietet sich uns ein skurriler Anblick: Überall keimen Pflanzen, die noch nie das Sonnenlicht erblickt haben. Sie wachsen direkt aus dem Kot der unzähligen Fledermäuse, die hier ihr Zuhause haben. Es ist eine ganz eigene, verborgene Biosphäre unter der Oberfläche Yucatáns.

Das eigentliche Abenteuer beginnt, als wir ins brusthohe Wasser steigen. Etwa 50 Meter weit klettern und schlingen wir uns durch die Gänge, bis wir schliesslich zwei kristalklare Cenoten erreichen. Die Umgebung ist atemberaubend: Wunderschöne Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten vermitteln den Eindruck, in einer prächtigen Tropfsteinhöhle zu sein. Das kühle Nass ist nach der Hitze draussen eine wahre Wohltat.

  • 17 m ü. M
  • 37/29 °C
  • 7 Km gefahren / 1/2 Std

Cenote Canunchen

Etwas ausserhalb von Homún stossen wir auf die tolle Anlage der Cenote Canunchen. Da wir freundlicherweise direkt auf dem Parkplatz übernachten dürfen, steht einem ausgiebigen Badetag nichts im Wege. Es ist der ideale Ort, um die Seele baumeln zu lassen und die Naturwunder der Region in vollen Zügen zu geniessen.

2️⃣ Zwischen kühler Cenote und Pool-Vergnügen

Den Vormittag verbringen wir in der herrlich kühlen Cenote. Das klare Wasser unter den Felsformationen bietet eine Erfrischung, die man bei den Temperaturen in Yucatán einfach braucht. Später wechseln wir in den Swimmingpool der Anlage. Selbst als heftiger Regen einsetzt, bleiben wir draussen im Wasser – ein ganz besonderes Erlebnis, wenn die schweren Tropfen auf die Wasseroberfläche prasseln, während man selbst gemütlich seine Bahnen zieht.

Nach einer Nacht beim Hotel Doralba, direkt gegenüber der berühmten Cenote Ik-Kil, setzen wir unsere Reise Richtung Cancún fort. Dort wartet Anfang September unser Flieger für den diesjährigen Heimaturlaub in die Schweiz. Bewusst entscheiden wir uns gegen einen Besuch von Chichén Itzá. Die dortige Abzockerei und die unzähligen Souvenirstände zwischen den fast schon zu perfekt renovierten Tempeln entsprechen nicht unserem Reisestil. Auch Ik-Kil lassen wir links liegen, da die Touristen schon am frühen Morgen scharenweise mit Bussen herangekarrt werden.

Stattdessen kundschaften wir kurz vor Valladolid eine traumhafte Cenote bei einer ehemaligen Hacienda aus (+20.667560, -88.230061). Das Angebot ist fair: Für 100 Pesos Eintritt pro Person gibt es zusätzlich einen 300 Pesos Essensbon. Hier machen wir eine faszinierende Entdeckung – wir sehen unsere erste in freier Wildbahn lebende Tarantel (Tarántula yucateca) 🕷️. Ein echtes Highlight für Naturfreunde!

Den restlichen Nachmittag verbringen wir abwechselnd in der kühlen Cenote und im Pool der Anlage. Es ist die perfekte Art, die letzten Tage in Mexiko auszukosten. Da das Übernachten auf dem Parkplatz hier leider nicht erlaubt ist, ziehen wir am Abend weiter, nehmen aber die Erinnerung an diesen friedlichen Ort mit.

Valladolid

Wir finden einen fantastischen Platz, um vor unserer Abreise noch einmal so richtig zu entspannen: den Xkopek RV Trailer Park in Valladolid. Dieser Ort bietet weit mehr als nur einen Stellplatz – er ist ein Tor zur Maya-Kultur und der faszinierenden Welt der einheimischen Bienen.

Wir nehmen an einer spannenden Tour teil, die uns tief in die Meliponikultur einführt. Unter fachkundiger Leitung besuchen wir eine trockene Cenote und beobachten die einheimischen Melipona-Bienen. Das absolute Highlight ist die Honigverkostung, bei der wir die unterschiedlichen Nuancen dieses flüssigen Goldes herausschmecken können. Es ist beeindruckend, wie eng die Maya-Kultur mit diesen besonderen, stachellosen Bienen verbunden ist.

Nach der Tour geniessen wir den wunderschönen Pool, der von einheimischer Vegetation umgeben ist. Es ist der perfekte Ort, um in den Hängematten unter den Palapas zu entspannen. Obwohl es hier jeden Nachmittag regnet, lassen wir uns davon nicht beirren und nutzen den Pool ausgiebig. Die kristallklare Wasserwelt bietet bei der tropischen Wärme eine herrliche Kulisse zum Ausruhen, bevor wir von hier aus die charmante Stadt Valladolid erkunden.

Nomad Sun Camping Parking

Wir planen unseren diesjährigen Heimaturlaub von Cancún aus. Schon vor langer Zeit haben wir uns für die vier Wochen unserer Abwesenheit einen Platz bei Nomad Sun Camping Parking Storage reserviert. Dieser Ort ist ein wunderbarer Platz, um den Bodyduck sicher abzustellen, aber auch, um selbst noch einmal richtig Kraft zu tanken.

Ein absolutes Highlight der Anlage ist der Swimmingpool. Das Besondere daran: Der Pool wird täglich mit kühlem Wasser aus der hauseigenen Cenote gewechselt. Bei den tropischen Temperaturen in Cancún ist dieses frische, klare Wasser eine unglaubliche Wohltat und sorgt für eine erstklassige Abkühlung, bevor es für uns in den Flieger geht.

Wir liebten das Camping und die Menschen hier. Ein riesiges Dankeschön an Alfred und Yanara, dass ihr uns so herzlich empfangen habt. Wir werden die schöne Zeit bei euch nicht vergessen und wir lassen unseren Zuhause auf Räder mit einem guten Gefühl zurück, während wir in den Flieger Richtung Schweiz steigen.

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