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2025.04.17 – 05.16 Nicaragua

Zsolt
Zsolt – 2025.04.17 – 05.16 Nicaragua

Nicaragua

33°C / 22°C
662m ü.M
55% Humidity
116 Km gefahren / 4 Std (inkl. Grenzübertritt)

Somoto Finca La Huerta

Entgegen aller Befürchtungen verläuft der Grenzübertritt nach Nicaragua überraschend reibungslos und einfach. Das System „Bürokratie“ hat uns hier positiv überrascht. Ohne Zeitverlust nehmen wir Kurs auf den Somoto Canyon. Unser Ziel ist das Anwesen von Claudia und ihrer Familie, das als strategischer Treffpunkt für unsere Overlander-Community dient.

Nach langer Zeit des virtuellen Austauschs ist es endlich soweit: Wir treffen uns persönlich mit @palikexpeditions, @independent_buddah aus Ungarn und @der_schraeglagenbeauftragte aus Bayern. Es ist ein faszinierendes Zusammenführen verschiedener Reise-Systeme an einem Ort.

Den ersten gemeinsamen Abend verbringen wir standesgemäss am Grill. In grosser Runde werden zahllose Erzählungen und Erfahrungen ausgetauscht. Es ist eine tolle Bestätigung, dass die Verbindungen, die man unterwegs knüpft, auch in der realen Welt perfekt harmonieren. Ein gelungener System-Start für unsere Zeit in Nicaragua.

Um 10:00 Uhr starten wir mit Claudias Mann Yovanni zu einer vierstündigen Tour durch den Canyon. Durch geschickte Verhandlung konnten wir den Preis auf 20 USD pro Person (statt 30 USD) optimieren – die beiden Kleinkinder im Team waren gratis. Nach einer halbstündigen Wanderung erreichen wir den Eingang dieses beeindruckenden Natur-Systems.

Da der Fluss aktuell wenig Wasser führt, erreichen wir die Engstelle des Canyons zunächst über Trittsteine. Sobald das Gelände keine festen Pfade mehr zulässt, wechselt unser Modus auf Wasser-Transit:

  • Einstieg: Erst brusttief, später schwimmend bewegen wir uns zwischen den massiven Felswänden vorwärts.
  • Thermik: Interessanterweise ist das Wasser an manchen Stellen wärmer als die Aussenluft, was die erhoffte Abkühlung minimiert, dem Spassfaktor aber keinen Abbruch tut.
  • Finale: Die letzten 1,5 km legen wir dank Schwimmwesten mühelos treibend zurück. Ein Boot bringt uns schliesslich aus dem Canyon-System heraus, gefolgt von einem 30-minütigen Rückmarsch zur Farm.

Zurück auf der Farm geniessen wir ein bei Claudia vorbestelltes Mittagessen (Wahlweise Schwein, Rind oder Huhn mit Reis und Gemüse) für faire 200 C$ pro Person. Als Nachtisch serviert sie uns eine erfrischende Wassermelone.

Bei Buchung einer Tour ist der Stellplatz für drei Nächte komplett kostenlos. Ein unschlagbares Paket für das Overlander-Budget.

1478m ü.M
30°C / 15°C
65% Humidity
99 Km gefahren / 1.5 Std

Ecoposada Tisey

Die Fahrt auf der NIC-1 (Panamericana) verlief zügig auf passabler Strasse. In Estelí haben wir das System „Vorräte“ im exzellenten, aber teuren Supermercado La Colonia aufgefüllt. Nach dem Einrichten auf dem Stellplatz (100 C$ / P) stand Bewegung auf dem Programm. Ein 40-minütiger Rundweg führte uns steil durch den Wald zum Mirador. Die Belohnung: Ein fantastischer Panoramablick über die gesamte Region.

Vom Stellplatz aus führt uns ein etwa 2,5 km langer Weg zu einem der aussergewöhnlichsten Orte Nicaraguas. Eine steile Strasse schlängelt sich hinunter zur Finca El Jalacate, dem Reich von Don Alberto Gutiérrez. Dieser Ort ist weit mehr als nur ein Bauernhof; er ist ein monumentales Freilichtmuseum, das aus der schieren Ausdauer und den Träumen eines einzelnen Mannes entstanden ist.

Don Alberto ist heute 84 Jahre alt und hat diesen Ort in seinem gesamten Leben nie verlassen. Vor etwa vier Jahrzehnten begann er damit, seine Träume und Visionen direkt in die massiven Felswände der Finca zu meisseln. Was als kleiner Zeitvertreib begann, hat sich zu einem gigantischen Lebenswerk entwickelt:

  • Umfang: Inzwischen zieren mehr als 3’000 handgehauene Figuren die Felsen.
  • Motive: Von biblischen Szenen über Tiere bis hin zu abstrakten Symbolen seiner Träume findet sich hier eine ganze Welt aus Stein.
  • Werkzeug: Mit einfachsten Mitteln – Hammer und Meissel – hat er sich Zentimeter für Zentimeter in den harten Stein vorgearbeitet.

Alberto lebt in einem einfachen, betagten Holzhaus, das er einst von seinen Eltern geerbt hat. Lange Zeit galt er als einsiedlerischer Sonderling, doch heute hat sich das System gewandelt: Er hat seine Familie um sich und empfängt Reisende aus aller Welt mit einer beeindruckenden Ruhe und Herzlichkeit. Die Finca El Jalacate ist ein lebendiges Zeugnis dafür, was Beständigkeit und Leidenschaft über Jahrzehnte hinweg erschaffen können.

35°C / 25°C
3m ü.M
66% Humidity
172 Km gefahren / 4 Std

Las Peñitas

Die Fahrt an den Pazifischen Ozean verläuft flüssig auf gut ausgebauten Strassen. Die einzige technische Herausforderung ist die Durchquerung von León: Die Strassen dort sind extrem eng und das Verkehrsaufkommen hoch – eine echte Präzisionsprüfung für die Dimensionen von Bodyduck. Schliesslich erreichen wir unser Ziel in Las Peñitas und finden im Garten des Caracolito Hostals einen hervorragenden Stellplatz für 7 USD pro Person (inkl. Strom, Wasser und WiFi).

Las Peñitas präsentiert sich als lebendiger Küstenort. Die Hauptstrasse ist dicht gesäumt mit einer Vielzahl an Restaurants, Surfschulen und Surfbrett-Vermietungen. Das System „Tourismus“ ist hier voll auf Wellenreiten programmiert.

  • Strand-Check: Wir geniessen ausgedehnte Spaziergänge entlang der Küste.
  • Wasser: Der Pazifik zeigt sich hier von seiner wilden Seite – die teilweise sehr hohen Wellen machen das Baden im kühlen Nass zu einer eher sportlichen Herausforderung und wirken nicht für jeden einladend.

Zur Abwechslung von der lokalen Küche entscheiden wir uns für einen kulinarischen Exkurs. Bei einem lokalen Italiener geniessen wir ausgezeichnete Spaghetti Carbonara und schliessen das Menü mit einem klassischen Tiramisu ab. Ein gelungener System-Check der internationalen Gastronomie vor Ort.

38°C / 28°C
36m ü.M
64 % Humidity
167 Km gefahren / 4.5 Std

Nachdem wir die Besichtigung von León aufgrund der prekären Parkplatzsituation und des dichten Verkehrs im engen Gassensystem abgebrochen haben, steuern wir den Vulkan Masaya an. Doch auch hier bleibt das System „Zufahrt“ aufgrund aktueller vulkanischer Aktivitäten gesperrt. Kurzerhand ziehen wir unser nächstes Bucket-List-Ziel vor: Granada.

Wir finden einen strategisch günstigen und ruhigen Stellplatz direkt am See, hinter dem Centro turístico del Lago Cocibolca.

  • Erreichbarkeit: Von hier aus aktivieren wir das System „Fussmarsch“; das Zentrum ist in ca. 30 Minuten bequem zu erreichen.
  • Historie: Gegründet 1524, gilt Granada als eine der ältesten und optisch beeindruckendsten Kolonialstädte Mittelamerikas. Die Lage zwischen dem riesigen Lago Cocibolca und dem Vulkan Mombacho ist geografisch einzigartig.

Am ersten Tag fokussieren wir uns auf den historischen Kern. Unser Weg führt uns entlang der Seepromenade direkt ins Zentrum:

  • Architektur: Wir schlendern durch die Gassen, die von farbenfrohen Kolonialgebäuden gesäumt sind.
  • Zentrum: Die imposante Kathedrale und der belebte Parque Central bilden den Kern unserer Besichtigung.
  • Vibe: Der Vorbeimarsch am lebendigen, wuseligen Markt gibt uns einen authentischen Einblick in das nicaraguanische Alltagsleben.

Nachdem wir die Stadt gestern bereits zu Fuss erkundigt haben, entscheiden wir uns heute für einen Perspektivwechsel und wählen eine traditionelle Pferdekutsche. Unser Guide Miguel lenkt das Gespann für 20 USD zielsicher zu jenen Schätzen Granadas, die etwas ausserhalb des fussläufigen Zentrums liegen. Ein markanter Stopp ist der alte Bahnhof, der seit 1989 stillgelegt ist. Es ist eine beeindruckende Information, dass in ganz Nicaragua seit diesem Jahr kein einziger Zug mehr verkehrt und die Schienen-Logistik komplett aus dem aktiven System verschwunden ist.

Miguel führt uns weiter zur Iglesia San Francisco, einem Monument der Beständigkeit. Ursprünglich 1585 als einfacher Holzbau mit Reetdach errichtet, gilt sie heute als die älteste Kirche Mittelamerikas. Ihre Geschichte ist geprägt von Zerstörung durch Feuersbrünste und Piratenüberfälle, gefolgt von stetigem Wiederaufbau, bis sie zu dem Wahrzeichen wurde, das wir heute bestaunen. Den Abschluss bildet die im 18. Jahrhundert errichtete Festung San Pablo. Dieses Bollwerk war die strategische Antwort auf die ständigen Piratenangriffe vom See her und schützte über lange Zeit das koloniale Herz der Stadt.

Nachdem wir die historische Stadt bereits ausgiebig zu Fuss und per Kutsche erkundet haben, aktivieren wir am Nachmittag das System „Lancha“. Ein Bootsausflug führt uns für eine gute Stunde auf den riesigen Lago Cocibolca, direkt zu den faszinierenden Isletas de Granada. Diese Gruppe von 365 kleinen Inseln ist das Ergebnis einer gewaltigen geologischen Variable: Vor Jahrtausenden schleuderte eine Explosion des Vulkans Mombacho Teile seines Kraters in den See und erschuf so dieses einzigartige Archipel. Die Inseln sind heute mit üppiger Vegetation bedeckt und bilden ein komplexes Ökosystem, das eine enorme Vielfalt an Vogelarten und sogar drei verschiedene Affenarten beherbergt.

Während der Fahrt passieren wir erneut die geschichtsträchtige Festung San Pablo, die im 18. Jahrhundert als Bollwerk gegen Piratenangriffe auf Granada errichtet wurde. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich das System der Inseln heute zusammensetzt – viele befinden sich in Privatbesitz oder beherbergen Restaurants, doch gleichzeitig sind sie Heimat für Nachfahren indigener Gemeinschaften, die dort ihre traditionelle Handwerkskunst und Fischerei bewahren.

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes in dieser beeindruckenden Stadt, die uns in ihrem kolonialen Glanz stark an Antigua in Guatemala erinnert, lassen wir uns im Restaurant Boca Baco verwöhnen. Dieses sehr gepflegte und professionelle Grillrestaurant markiert den perfekten kulinarischen Endpunkt für unseren Besuch in Granada, einer Stadt, die definitiv jeden Kilometer der Anreise wert ist.

31°C / 25°C
55m ü.M
70% Humidity
96 Km gefahren / 2 Std

Um die Insel Ometepe in aller Ruhe erkunden zu können, optimieren wir unsere Logistik und quartieren uns in San Jorge bei Ronnie im Camping Southern Nights ein. Dieser strategische Stopp erlaubt es uns, das System Bodyduck für drei Tage beruhigt stehen zu lassen, während wir uns dem Insel-Abenteuer widmen. Der Platz überzeugt durch ein hohes Mass an Sauberkeit und eine hervorragende Infrastruktur: Die Stellplätze sind sauber betoniert und jeder einzelne verfügt über eine eigene Grillstelle sowie direkten Zugang zu Strom und Wasser. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mit 15 USD pro Nacht äusserst passabel für den gebotenen Standard und die Sicherheit.

Der Besuch der Insel Ometepe mit ihren zwei markanten Vulkanen gilt als eine der absolut führenden Sehenswürdigkeiten in ganz Nicaragua. Für den Transit nutzen wir die Fähre als Fussgänger, was mit 50 NIC pro Person sowie einer zusätzlichen Hafengebühr von 37 NIC pro Person ein sehr effizientes Investment darstellt. Das Herzstück der Insel bildet der aktive Volcan Concepcion, der mit einer stolzen Höhe von 1’610 m über dem See thront und zuletzt im Jahr 2010 seine vulkanische Aktivität unter Beweis stellte. Zusammen mit seinem mittlerweile erloschenen Nachbarn, dem Vulkan Maderas, formt er die charakteristische Silhouette dieser Doppelinsel im Lago Nicaragua.

Obwohl geführte Wanderungen zum Gipfel des Concepcion oder zum Wasserfall am Maderas zu den Standard-Aktivitäten gehören, haben wir uns aufgrund der extremen Hitze gegen diese physischen Belastungsproben entschieden. Ein dreistündiger Aufstieg in der prallen Sonne entsprach nicht unserem aktuellen Optimierungs-Plan für Wohlbefinden und Sicherheit. Stattdessen haben wir uns in Moyogalpa in einem äusserst angenehmen Hotel mit Pool eingerichtet, um eine stabile Basis für die thermische Regulierung zu haben. Für die Mobilität auf der Insel mieten wir für zwei Tage ein Quad, mit dem wir das gesamte Gelände flexibel und mit eingebautem Fahrtwind erkunden können. So geniessen wir die spektakuläre Aussicht auf die Vulkanflanken, ohne das menschliche Kühlsystem unnötig an seine Grenzen zu bringen.

Nach der Übernahme unseres ATVs bei Green Expeditions Rental & Tours führt uns die erste Etappe direkt zum Parque Ecologico Charco Verde. Dieses Areal ist ein wichtiger Baustein im ökologischen System der Insel Ometepe. Unser primäres Ziel war die Schmetterlings-Farm, die für ihre exotischen Falter und die spezialisierte Pflanzenwelt bekannt ist. Obwohl die Sichtung der seltenen Fluginsekten an diesem Morgen eher gering ausfiel, boten die botanischen Variablen einen äusserst sehenswerten Anblick.

Der anschliessende Marsch durch den Dschungel rund um die Lagune aktivierte alle Sinne des Teams. Während wir den dichten Wald durchquerten, konnten wir zahlreiche Singvögel beobachten, die das akustische System des Parks dominierten. Hoch oben in den Baumkronen machten sich zudem die Brüllaffen bemerkbar – ein unmissverständliches Zeichen dafür, dass wir uns in einem intakten und wilden Lebensraum befinden. Die Kombination aus motorisierter Anfahrt und dem ruhigen Durchwandern des Dschungels war eine hocheffiziente Methode, um die Flora und Fauna der Insel aus nächster Nähe zu prüfen.

Am zweiten Tag führt uns die Route mit dem ATV zum Ojo de Agua. Dieses natürliche Quellwasserbad bietet herrlich kühles Wasser und ist ein essenzieller Fixpunkt zur thermischen Regulierung auf der Insel. Da Wochenende ist, teilen wir uns diesen idyllischen Ort mit zahlreichen Einheimischen von Ometepe und Besuchern vom Festland, was dem Platz eine lebendige, authentische Atmosphäre verleiht.

Zur kulinarischen Ergänzung kehren wir anschliessend in das El Pital Ometepe, auch bekannt als Chocolate Paradise, ein. Inmitten dieser tropischen Umgebung geniessen wir die Spezialität des Hauses: einen Chocolate Milkshake. Es ist die perfekte Methode, um die Energiereserven des Systems mit hochwertigen, lokalen Rohstoffen wieder aufzuladen.

Den krönenden Abschluss der motorisierten Tour bildet die Fahrt nach Punta Jesus Maria. Diese markante Landzunge erstreckt sich weit in den See Richtung Westen und ist der optimale Standort, um das tägliche Sonnenuntergangs-Spektakel zu beobachten. Nachdem die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, stellen wir unser Fahrzeug sicher ab und lassen den Tag mit einem entspannten Spaziergang durch das Zentrum von Moyogalpa ausklingen, um das abendliche System der Hafenstadt zu prüfen.

Am dritten Tag schliessen wir das Kapitel Ometepe ab und nehmen die Fähre zurück nach San Jorge. Die Überfahrt mit dem völlig überalterten Ferryboat ist eine Lektion in pragmatischer Logistik. Trotz des sichtlich in die Jahre gekommenen Zustands der Technik funktioniert das System reibungslos. Es ist die beeindruckende Erkenntnis: Es geht auch so.
Sicher am Festland angekommen, nehmen wir Bodyduck wieder in Empfang und bereiten das System auf die nächste Etappe vor.

40m ü.M
33°C / 25°C
65% Humidity
38 Km / 1 Std

Ostayo

In Rivas führen wir einen gezielten Zwischenhalt durch, um das System „Lebensmittel“ noch einmal minimal zu kalibrieren. Dabei agieren wir mit strategischem Bedacht: Da wir morgen die Grenze überschreiten, halten wir die Bestände bewusst niedrig, um bei den Zollkontrollen keine unnötigen Angriffsflächen zu bieten.

Die finale Nacht in Nicaragua verbringen wir in Ostayo, auf dem Parkplatz der Bar Rancho Volcanes. Der Stellplatz belohnt uns mit einer spektakulären Aussicht auf den See und die Silhouette von Ometepe – ein würdiger Abschied vom Land der Vulkane.

Das System stellt sich nun voll auf den bevorstehenden Grenzübertritt ein. Die Berichte anderer Reisender deuten auf eine mühselige und zeitintensive Prozedur hin. Wir nutzen den Abend in Ostayo daher intensiv für die administrative Vorbereitung, um für den morgigen Transit alle Variablen unter Kontrolle zu haben.

Etwa 9:00 Uhr erreichen wir die Grenze, nach dem wir, wie an jeder Grenze, an einer langen LKW-Kolone vorbeifahren.
Diesen Grenzübergang haben wir folgendermassen erlebt:

1: Ausreise Nicaragua

  • Einfahrt & Formular: Erhalt eines Kontrollformulars bei der Einfahrt zum Zollgelände.
  • Parklogistik: Abstellen des Fahrzeugs auf dem Bus-Parkplatz links vor dem Terminalgebäude.
  • Personen-Migration: * Zutritt zum Terminal (rechte Tür) für 1 USD pro Person.
    • Eintragung des Austritts in den Reisepass am Schalter.
    • Biometrische Erfassung (Foto vom Gesicht) zur Bestätigung.
    • Kosten für diesen Vorgang: 3 USD pro Person.
  • Fahrzeug-Inspektion: * Prüfung der Dokumente (Fahrzeugschein, Führerschein) in der ersten weissen Hütte.
    • Physische Kontrolle durch den Zollbeamten (VIN-Nummer & Innenraum).
    • Ergebnis: Keine Schrankkontrolle, kein Interesse am Kühlschrank, nur Neugier am Induktionsherd.
  • Zoll-Abwicklung: * Löschung des TIP (Temporary Import Permit) am Schalter „Tramites Vehiculos“.
    • Abgabe des gestempelten Formulars bei der Ausfahrt vom Gelände.

Nach dem Verlassen Nicaraguas beginnt der Einreiseprozess in Costa Rica. Die Prozedur gliedert sich in folgende Schritte:

  • Migration: Wir biegen von der Hauptstrasse rechts in den alten Zollhof ab und finden zufällig einen freien Platz. Links im Gebäude befindet sich die Migrationsbehörde, bei der wir unsere Pässe vorlegen. Dort werden alle Daten erfasst und das Einreisedatum wird in den Pass gestempelt. Wir erhalten eine Aufenthaltsgenehmigung für 180 Tage in Costa Rica.
  • Bargeld: Im selben Gebäude befindet sich ein Geldautomat, an dem man gebührenfrei Colones abheben kann.
  • Fahrzeug-Erfassung: Im Büro auf der gegenüberliegenden Seite übergibt uns eine freundliche Beamtin ein Formular, erfasst die Fahrzeugdaten und überprüft die VIN-Nummer direkt am Fahrzeug.
  • Zollgebäude: Anschliessend fahren wir zum neuen Zollgebäude, wo die Versicherung und das TIP ausgestellt werden. Aufgrund der Baustelle sind die Parkmöglichkeiten dort aktuell stark eingeschränkt.
  • Versicherung (Seguro): Die Versicherung kann nur für zwei Mal drei Monate abgeschlossen werden, da sechs Monate am Stück nicht möglich sind. Die zweite Drei-Monats-Police ist dabei günstiger. Insgesamt zahlen wir 43’955 Colones (ca. 73 CHF).
  • Digitales TIP: Beim Zoll legen wir die Versicherungs-Police, den Führerschein und den Pass vor. Nachdem alle Daten erfasst wurden, erhalten wir einen weissen Zettel mit einem QR-Code. Mit diesem Code kann das digitale TIP jederzeit abgerufen und kontrolliert werden.

System-Resümee

Die gesamte Prozedur dauerte ungefähr drei Stunden, einschliesslich einer halben Stunde Wartezeit bei der Migration in Nicaragua. Der Transit verlief ohne Scanning, Durchsuchung oder Befragungen; lediglich ein Mal fiel die Frage, ob wir eine Drohne dabei hätten.

Ab hier geht die Reise in Costa Rica los… Bienvenidos!

Nicaragua in Zahlen:
 • 20 Tage unterwegs
 • 594 Km gefahren
 • 15 Campgrounds
 • 0 Pannen

  • Dieselpreis ca. Sfr 1.01
  • Wechselkurs 1 Sfr  C$ 43.97
  • L Milch ca. Sfr 1.42
  • 1/2 Schweineschnitzel ca. Sfr 3.30
  • 500 gr Grichische Yoghurt ca. Sfr. 4.27
  • 200 gr Speck ca. Sfr 2.46
  • 1,5 L Sprudelwasser ca. Sfr 1.20
  • 1 Dose Toña Bier 0,47 L ca. Sfr. 1.10
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