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2025.07.20 – 08.20 Costa Rica

Zsolt
Zsolt – 2025.07.20 – 08.20 Costa Rica

Costa Rica Teil 4

231m ü.M
31°C / 26°C
88 % Humidity
138 Km gefahren / 2 Std

La Fortuna

Wir quartieren uns erneut bei Marco auf dem Campingplatz La Fortuna ein, da uns dieser Ort die nötige Sicherheit bietet, um unabhängig von den Regengüssen anstehende Unterhaltsarbeiten zu erledigen. Als erste Massnahme lassen wir die Klimaanlage unseres Bodyduck überprüfen, da die Kühlleistung nicht mehr die gewohnten Werte erreicht. Wir fordern hierfür die Spezialisten von Fillo Aires an.

Nach einer gründlichen Systemprüfung kann der Techniker Entwarnung geben, da kein Leck im Kreislauf festgestellt wird. Die Anlage wird lediglich mit neuem Kältemittel aufgefüllt, wodurch sie sofort wieder die volle Kühlleistung erbringt. Parallel dazu wird das Split-Klimagerät im Wohnbereich einer Inspektion unterzogen. Abgesehen von einer notwendigen, gründlichen Reinigung stellt der Fachmann auch hier keine Mängel fest. Wir bedanken uns für den prompten Service, der die thermische Stabilität unseres Fahrzeug-Systems vollständig wiederherstellt.

Wir nutzen die Zeit für ein umfassendes technisches Upgrade unserer Energie-Versorgung. In einem Online-Shop in San Jose erwerben wir ein zusätzliches Solarpanel mit 575 WP, um die Ladekapazität des Bodyduck zu erhöhen. Da die Masse im Shop fehlerhaft angegeben sind, ist das Panel deutlich grösser als erwartet, weshalb wir zwei alte Panele demontieren müssen, um den nötigen Platz auf dem Dach zu schaffen. Nach der problemlosen Lieferung und Montage verfügen wir nun über ein optimiertes System: Ein Ladekreis liefert 555 WP, während der zweite Kreis über einen separaten Regler mit dem neuen 575 WP Panel gespeist wird.

Parallel zu den technischen Arbeiten beginnen wir mit den Vorbereitungen für unseren anstehenden Aufenthalt in der Schweiz. Wir sortieren Kleidung, reinigen das Fahrzeug und entscheiden strategisch, welche Ausrüstungsteile an Bord bleiben und welche wir mitnehmen. Kulinarisch lassen wir uns regelmässig bei Siria’S Fast Food verwöhnen, wobei uns die Gerichte „Empanadas Allegradas“ und „Taco de Birria“ besonders überzeugen. Die Abende verbringen wir in gemütlicher Gesellschaft mit Vanessa und Jeremy aus der Westschweiz, was den Aufenthalt in La Fortuna perfekt abrundet.

937m ü.M
29°C / 24°C
65% Humidity
175 Km gefahren / 5 Std

Alajuela

Die Fahrt nach Alajuela verzögert sich aufgrund eines Unfalls auf etwa fünf Stunden, wodurch wir erst in letzter Minute bei Terminales Unidas de Carga Internacional SA eintreffen. Dank der vorherigen telefonischen Absprache mit Francisco dürfen wir die Nacht sicher im Hof des Geländes verbringen. Die Suche nach einem geeigneten Lagerplatz für Bodyduck gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet, da Marco uns aufgrund potenzieller Einbruchsrisiken zu einer Vorab-Besichtigung rät.

Am nächsten Morgen nehmen wir die drei verfügbaren Zolllager genau unter die Lupe:

1. Terminales Unidas de Carga Internacional SA

  • Vorteile:
    • Höchste Sicherheitsstufe durch doppelte Eingangsschleuse.
    • Ein separat abgesperrter Bereich sorgt für zusätzliche Integrität.
    • Permanente 24/7-Bewachung durch Wachpersonal und Hunde.
    • Francisco hinterlässt einen äusserst kompetenten und klaren Eindruck.
  • Nachteile:
    • Das Zollamt liegt etwa zwei Kilometer entfernt.
    • Die Kosten sind im Vergleich am höchsten.
  • Konditionen: 60 USD für die ersten 6 Tage, danach 8 USD/Tag plus 30 USD/Monat Platzgebühr.

2. Tecnodepositos Fiscal Warehouse

  • Vorteile:
    • Sehr grosses und professionelles Gelände.
    • Spezialisiert auf die Lagerung von Neufahrzeugen und schweren Baumaschinen.
  • Nachteile:
    • Kapazitäts-Limit: Das Lager ist erst ab Mitte September wieder verfügbar.

3. Almacen Coco

  • Vorteile:
    • Der Zoll befindet sich direkt vor Ort (vereinfacht die TIP-Pause).
    • Mit 6 USD/Tag (+ 13% Steuer) die preislich attraktivste Option.
    • Sehr gute Lage in unmittelbarer Nähe zum Flughafen.
  • Nachteile:
    • Sicherheits-Bedenken: Enorm hohe Personenfrequenz auf dem Gelände.
    • Hinterlässt bei der Besichtigung ein subjektiv unsicheres Gefühl.

Unsere Entscheidung fällt schliesslich auf Terminales Unidas. Ausschlaggebend sind die doppelte Sicherheitsstufe am Eingang und die lückenlose Bewachung. Obwohl die Kostenstruktur höher ist und der Zoll zwei Kilometer entfernt liegt, überwiegt für uns der Sicherheits-Aspekt für die langfristige Verwahrung des Bodyduck während unseres Schweiz-Aufenthalts.

2221m ü.M
28°C / -13°C
68% Humidity
56 Km gefahren / 1 Std

Es bereitet uns grosse Freude, die Grossstadt zu verlassen und in die unberührte Natur aufzubrechen. Unser Ziel ist der Volcán Poás auf einer Höhe von 2700 Metern, wobei die Route durch ausgedehnte Kaffeeplantagen und farbenfrohe Dörfer führt. Mit zunehmender Höhe registrieren wir ein deutliches Sinken der Temperaturen. Beim „Bar y Restaurante Lo Que Tú Quieras“ erhalten wir die Erlaubnis, kostenlos auf dem Parkplatz zu übernachten, sofern wir dort konsumieren. Von diesem Standort aus geniessen wir bei Sonnenschein einen beeindruckenden Ausblick über die Provinzen Cartago, San Jose, Alajuela und Puntarenas, bis schliesslich dichte Wolken aufziehen und Nebel das Tal verdeckt. Trotz einsetzenden Nieselregens bleibt die Lage stabil.

Gegen Abend fallen die Temperaturen so stark ab, dass wir seit langer Zeit wieder eine deutliche Kälte verspüren, die das Tragen eines Pullovers erforderlich macht. Die Nacht verläuft ruhig, wobei frische Bergluft durch das geöffnete Fenster in den Bodyduck dringt. Über der Wolkendecke wird uns zudem ein äusserst schöner Sonnenuntergang geboten.

2581m üM.
22°C 66% Humidity

Volcano Poás

Um die bestmögliche Chance auf eine freie Sicht auf den Krater zu nutzen, setzen wir unsere vorab online erworbenen Tickets für den Besuchs-Slot um 08:00 Uhr morgens ein. Dass wir bereits um 07:45 Uhr vor Ort sind, widerlegt die Erwartung langer Autoschlangen vor dem Eingang. Pünktlich um 08:00 Uhr öffnen die Mitarbeiter das Tor, woraufhin wir am Ticketschalter den QR-Code scannen lassen und eine Parkgebühr von 5 USD entrichten. Vom Parkplatz aus führt ein längerer Fussweg zur oberen Ebene. Im Besucherzentrum betrachten wir die Bilder des Vulkans aus verschiedenen Zeitperioden, die mit ausführlichen Beschreibungen auf Spanisch und Englisch versehen sind.

Der Weg zum Vulkan erstreckt sich über etwa 800 Meter. Obwohl ein 2,8 Kilometer langer Rundwanderweg durch den angrenzenden Wald normalerweise als Rückweg dient, ist der Trail ab dem Mirador Botos wegen Wartungsarbeiten geschlossen, sodass wir denselben Weg zurückgehen müssen. Der Poás-Vulkan zählt zu den aktivsten Vulkanen in Costa Rica und zeigt seit Ende März 2025 erneut Aktivität durch den Ausstoss von Tephra. Der aktuell geöffnete Mirador ermöglicht uns bei guten Wetterbedingungen den Blick auf den Hauptkrater, der mit einem Durchmesser von circa 1’500 Metern und einer Tiefe von rund 300 Metern zu den grössten weltweit gehört. Der dortige See weist einen pH-Wert von unter 1 auf und gilt als einer der sauersten der Welt. Zudem beobachten wir im Nebenkrater die Laguna Botos, die sich durch angesammeltes Regenwasser gebildet hat.

5m ü.M
33°C / 28°C
78 % Humidity
149 Km gefahren / 2 Std

Playa Agujas

Vor unserem Heimreise haben wir uns entschlossen, das Meer und den Strand noch einmal zu geniessen. Die Anreise von San José zum Playa Agujas erfolgt über die kostenpflichtige zweispurige Schnellstrasse CR2, eine der meistbefahrenen Transitstrecken Costa Ricas. Das Verkehrsaufkommen ist entsprechend hoch, und es kommt häufig zu Staus durch langsam fahrende LKW, die selten und meist nur auf kurzen, vierspurig ausgebauten Abschnitten überholt werden können. Die Zahlstellen funktionierten zuverlässig und akzeptieren auch Kreditkarten. Für die gesamte Strecke zahlen wir mit dem LKW-Tarif rund 12 CHF. Am Strand finden wir gleich einen sehr schönen Platz, nahe am Wasser und unter Palmen. Der grobe Sand ist vermutlich vulkanischen Ursprungs und erscheint schwarz. Wie an vielen Stränden des Pazifiks gibt es starke und hohe Wellen, weshalb das Baden nur mit höchster Vorsicht zu empfehlen ist, obwohl die Wassertemperatur sehr angenehm bei etwa 30°C liegt. Jeden Morgen werden wir vom lauten Krächzen der Aras geweckt, die ihr Frühstück aus Nüssen vom benachbarten Baum verzehren. Es ist beeindruckend, die farbenfrohen Papageien zu beobachten. Vanessa und Jeremy, die wir bereits in La Fortuna kennengelernt hatten, schliessen sich uns an und wir verbringen gemeinsam einige Tage am Strand. Wir unternehmen längere Spaziergänge entlang der Küste und baden an einer etwas geschützteren Bucht, in der das Wasser deutlich ruhiger ist. Am letzten Abend besuchen wir ein Restaurant direkt am Strand und verkosten auf Bestellung eine ausgezeichnete Lobster-Platte mit Patacones.

39°C / 29°C
140m ü.M
44 Km gefahren / 1 Std

San Mateo

Nachdem wir den Strand verlassen haben, legen wir einen kurzen Zwischenstopp an der Crocodile Bridge ein. Wir beobachten zwei bis drei Krokodile im Fluss, was trotz der aktuellen Bautätigkeiten vor Ort ein tolles Erlebnis darstellt. Die Bauarbeiten führen vermutlich dazu, dass die Reptilien momentan schwerer zu entdecken sind oder sich nur wenige Tiere im Sichtbereich aufhalten. Das Parken ist kostenlos, und wir nutzen die Infrastruktur vor Ort, die Souvenirs, Toiletten, Kaffee und Eis bietet.

Da der diesjährige Heimaturlaub mit einer Dauer von sechs Monaten eine besondere Auszeit vom Reisen darstellt, treffen wir umfassende Vorkehrungen.
Bei Regula und Raul finden wir einen idealen Platz für diese Vorbereitungen, wo wir zudem von den Hunden Hera, Zeus und Heros beschützt werden. Wir planen drei Tage ein, um den Bodyduck gründlich auf Vordermann zu bringen, zu putzen, zu waschen und alles Notwendige zu packen.

27°C / 22°C
937m ü.M
72 % Humidity
76 Km gefahren / 2 Std

Nach vier Tagen intensiver Vorbereitung fahren wir nach Alajuela zu unserem Langzeitparkplatz bei Terminales Unidas. Wir parkieren den Bodyduck auf dem vorgesehenen Platz und treffen umfassende Vorkehrungen für die sechsmonatige Standzeit. Um Schimmelbildung effektiv vorzubeugen, stellen wir an mehreren strategischen Orten im Wohnbereich sowie in der Fahrerkabine Feuchtigkeitsabsorber auf. Nachdem die Koffer bereits gepackt sind, führen wir eine letzte Kontrolle durch: Alle Fenster werden fest verschlossen, der Strom wird abgestellt und die Batterie konsequent abgeklemmt. Mit einer letzten Streicheleinheit verabschieden wir uns von unserem treuen Gefährten und bestellen ein Uber für den Transfer.

Der Abschied fällt uns nach der langen gemeinsamen Zeit äusserst schwer, da wir den Bodyduck noch nie für einen so langen Zeitraum verlassen haben. Für die letzte Nacht beziehen wir ein BNB in Alajuela, dessen Pool uns die Möglichkeit bietet, die Anspannung der vergangenen Tage etwas abzubauen.
Am nächsten Morgen lassen wir uns zum Flughafen chauffieren, von wo aus wir mit Edelweiss direkt nach Zürich fliegen.

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