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2025.06.25 – 07.18 Costa Rica

Zsolt
Zsolt – 2025.06.25 – 07.18 Costa Rica

Costa Rica Teil 3

Arenal Observatory

Das Arenal Observatory dient als zentrale Beobachtungsstation für den aktiven Vulkan Arenal und ist von verschiedenen Luxus-Apartments umgeben, die vornehmlich von Gästen aus Nordamerika genutzt werden. Wir lösen einen Tagespass für 20 USD pro Person und erhalten damit Zugang zu den gut ausgebauten Wanderwegen. Von einem Aussichtsturm aus präsentiert sich uns der imposante Vulkan in seiner vollen Schönheit und nahezu wolkenfrei, was in dieser Region ein besonderes Highlight darstellt.

Auf unserer elf Kilometer langen Wanderung entdecken wir verschiedene Wasserfälle und beobachten Brüllaffen sowie Tukane in ihrem natürlichen Habitat. Der Weg führt uns zudem an einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Tierhaltung und einem idyllischen Teich vorbei, wobei der Vulkan stets als Kulisse im Hintergrund präsent bleibt. Gegen drei Uhr nachmittags erzwingt das tägliche Wetter-Phänomen mit Blitz, Donner und starken Regengüssen unseren Rückzug. Während einer kurzen Regenpause füllen wir am Museum unseren Wassertank auf, bevor wir zu unserem vorherigen Stellplatz zurückkehren, da das Übernachten innerhalb der Anlage nicht gestattet ist.

379m ü.M
31°C / 25°C
72% Humidity
29 Km gefahren / 0.5 Std

Termalitas del Arenal

Wir gönnen uns einen ausgiebigen Badetag in den Termalitas del Arenal, einer charmanten Thermalbadeanlage mit verschiedenen Becken, die direkt vom heissen Wasser des Vulkans Arenal gespeist werden. Während uns am Vormittag die Sonne verwöhnt und die tropische Kulisse vor dem dampfenden Wasser zur Geltung kommt, setzt am Nachmittag der typische, heftige und warme Regen Costa Ricas ein. Wir entscheiden uns jedoch, einfach im Wasser zu bleiben, da die Herkunft der Nässe für das Wohlbefinden keine Rolle spielt.

Die Atmosphäre präsentiert sich dabei als fast magisch, wenn der Dampf aufsteigt und die Regentropfen auf der Wasseroberfläche tanzen. Wir geniessen diese Ruhe und Gelassenheit bis in den Abend hinein. Für die Übernachtung nutzen wir den Parkplatz des benachbarten Restaurants, wofür wir uns mit einem gemeinsamen Abendessen erkenntlich zeigen.

231m ü.M.
31°C / 24°C
85% Humidity
6 Km gefahren

La Fortuna

Wir verbringen eine Woche auf dem Campingplatz La Fortuna und etablieren eine produktive Routine. Jeden Morgen starten wir mit einem 15-minütigen Spaziergang in die Stadt, um frische Früchte, Brot und Kleinigkeiten zu besorgen. Die herzliche Stimmung und die Düfte nach Mango, Kaffee und Gewürzen prägen den Vormittag, wobei wir uns täglich einen Empanada Arreglada sowie einen Caramel Frappé gönnen. Weil es jeden Nachmittag zuverlässig schüttet, machen wir die überdachte Küchenterrasse auf dem Campingplatz kurzerhand zu unserer Workstation – Laptop, Kaffee, leise Musik.

Besonders wertvoll ist die Unterstützung durch den Gastgeber Marco, der Overlander bei technischen Fragen zur Stromversorgung oder bei der Organisation massgeblich unterstützt. Dank seines Engagements erhalten wir erfolgreich unser Starlink-Paket aus den USA, welches durch FedEx spediert wurde, jedoch aufgrund von Zustellbeschränkungen nicht überall direkt ausgeliefert werden konnte. Dieser Aufenthalt erweist sich somit nicht nur als angenehm, sondern durch die neue Hardware auch als äusserst produktiv für die weitere Reise-Infrastruktur.

556m ü.M
29°C / 23°C
85% Humidity
6 km gefahren

Mirador del Silencio

Wir starten unsere Wanderung durch das üppige Grün des Mirador El Silencio, nachdem wir die Eintrittsgebühr von 10 USD pro Person entrichtet haben. Der Weg führt uns durch dichte Vegetation, vorbei an knorrigen Bäumen und den typischen Geräuschen der Tropenwelt, was eine fast meditative Atmosphäre schafft. Der Höhepunkt der Wanderung ist der Aussichtspunkt, der sich direkt auf einem Lavafeld des grossen Arenal-Ausbruchs von 1968 befindet. Es ist faszinierend und ehrfürchtig zugleich, auf der erkalteten Geschichte eines der aktivsten Vulkane Costa Ricas zu stehen.

Vom Aussichtspunkt aus beobachten wir den Vulkan Arenal, der sich mal klar und mal geheimnisvoll im Nebel verborgen zeigt. Wir nutzen diesen stillen Moment, um die gewaltige Landschaft auf uns wirken zu lassen. Nach der Wanderung kehren wir zu unserem Bodyduck zurück, der direkt vor dem Eingang geparkt ist. Wir erhalten die Erlaubnis, dort eine zweite Nacht kostenlos zu verbringen, was wir dankend annehmen. Die Nacht unter dem Sternenhimmel, direkt auf den historischen Lavamassen, markiert einen ganz besonderen und friedlichen Moment unserer Reise.

542m ü.M.
31°C / 25°C
74% Humidity
73 Km gefahren / 2 Std

Termales del Bosque

Über die gut ausgebaute Routa 4 und später die Routa 751 erreichen wir die Termales del Bosque. Schon beim Ankommen beeindruckt uns die ruhige Lage mitten im tropischen Grün. Ein rund 500 m langer Pfad führt durch den Regenwald zu den heissen Quellen. Die Becken liegen eingebettet zwischen Farnen und Bäumen, begleitet vom leisen Rauschen kleiner Bäche – ein Ort, der sofort entschleunigt.

Wir steigen in eines der Becken; etwa 42 °C, genau richtig. Schultern sinken, Blick in die Baumkronen, die feuchtwarme Luft mischt sich mit dem Dampf des Wassers – ein Moment, der Körper und Geist gleichzeitig zur Ruhe bringt.

Auch hier dürfen wir wieder kostenlos auf dem Parkplatz übernachten. Mit unserem Bodyduck stehen wir direkt beim Eingang und sind sofort mitten im Erlebnis. Am Abend lauschen wir den Geräuschen des Waldes, essen leicht und geniessen die Stille.

677m ü.M
31°C / 25°C
84% Humidity
33 Km gefahren / 1 Std

Paraiso Manantiales

Wir entscheiden uns für einen mehrtägigen Aufenthalt in diesem Tal, um die malerischen Wasserfälle der Region zu besichtigen. Dabei stellen wir fest, dass das Restaurant, der Pool und die gesamte Anlage deutlich in die Jahre gekommen sind und einen gepflegten Eindruck vermissen lassen. Obwohl alle Einrichtungen funktionsfähig sind, wirkt ihr Zustand stark vernachlässigt. Der vorhandene Stromanschluss von maximal 10A führt zudem mehrfach zu Sicherungsproblemen, was unsere technische Kapazität vor Ort einschränkt. Eine unmittelbar benachbarte Aussichtsplattform bietet jedoch einen beeindruckenden Blick über den umliegenden Dschungel.

Aufgrund der anhaltenden starken Regenfälle stufen wir die Wanderwege zu den insgesamt neun Wasserfällen als nur bedingt begehbar ein, da die Pfade äusserst rutschig und schmal sind. Nach etwa 600 Metern erreichen wir einen der Wasserfälle, entscheiden uns jedoch aus Sicherheitsgründen gegen einen weiteren Abstieg. Wir verbringen hier trotzdem vier Tage, um die abgeschiedene Natur in entspannter Atmosphäre zu geniessen.

153m ü.M
32°C / 26°C
79% Humidity
119 Km gefahren / 2 Std

Los Sementales

Bereits nach dem ersten Gespräch mit Adrian fühlen wir uns auf dieser gepflegten Anlage vollkommen willkommen. Das Areal bietet uns einen Pool, einen Whirlpool, ein Restaurant sowie Tischtennis und Hängematten unter schattigen Palapas. Während Haustiere frei herumlaufen und weitere Tiere in Gehegen untergebracht sind, beeindruckt die Vielfalt an angebauten Obst- und Gemüsesorten. Adrian zeichnet sich durch eine tiefe Verbundenheit zur Natur aus und versorgt neben den hauseigenen Tieren auch wildlebende Vögel und Säugetiere. Dadurch beobachten wir täglich Brüllaffen, Kapuzineraffen, Riesenani und Tüpfelguane aus nächster Nähe.

Ein besonderes Highlight ist die typisch costa-ricanische Platte, die der Gastgeber auf Bestellung zubereitet. Sämtliche Zutaten dafür stammen ausschliesslich von der eigenen Rancho, was die Qualität der Speisen unterstreicht. Dank des Tipps von Tanja und Gunnar haben wir hier ein echtes Naturparadies gefunden.
Für unseren Aufenthalt entrichten wir 15’000 Colones pro Nacht, wobei wir auf einen Stromanschluss verzichten.

518m ü.M
31°C / 25°C
73% Humidity
31 Km gefahren / 1 Std

Centro Manu

Die nächste Etappe führt uns über etwa 30 Kilometer bis kurz vor Guápiles zum Camping Centro Manu. Bevor wir den Platz anfahren, ergänzen wir unsere Vorräte und unterziehen den Bodyduck bei CARWASH.CR einer gründlichen Reinigung von oben bis unten. Auf dem Campingplatz campen wir direkt im Wald, wobei wir die unebenen Flächen mit Holz unterlegen müssen, um einen stabilen Stand zu erreichen. Für die Nutzung des verfügbaren Stroms ist ein Kabel von mindestens acht Metern Länge erforderlich.

Am nächsten Morgen peilen wir den angekündigten Wanderweg im Regenwald an, der für seine hohe Dichte an Tiersichtungen bekannt ist. Aufgrund der extrem nassen und matschigen Bedingungen müssen wir die Wanderung jedoch auf halbem Weg abbrechen. Der Trail liegt stellenweise knöcheltief im Morast und auch die Flussüberquerungen lassen sich nicht bedenkenlos bewältigen. Die anhaltenden starken Niederschläge erklären die aufgeweichten Wege, sodass lediglich ein kurzer Rundgang über das Gelände möglich ist, bevor erneut starker Regen einsetzt. Abgesehen von zwei Tukanen in einer Baumkrone sichten wir leider keine weiteren Tiere.

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