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2025.06.05 – 06.23 Costa Rica

Zsolt
Zsolt – 2025.06.05 – 06.23 Costa Rica

Costa Rica Teil 2

27°C / 18°C
1358m ü.M
89% Humidity
31 Km gefahren / 0.5 Std

Santamaria´s Night Walk

Nach der Wanderung steuern wir Santa Maria’s Camping an. Wir buchen direkt vor Ort eine Nachtwanderung, wodurch wir die Berechtigung erhalten, die Nacht kostenlos auf dem Gelände zu verbringen. Die Tour startet um 18:00 Uhr und dauert bis 19:45 Uhr, wobei sich die Kosten auf 17’000 Colones pro Person belaufen.

Die Erfahrung der nächtlichen Natur präsentiert sich als interessant, wobei deutlich wird, dass sich die Tierwelt nicht auf Kommando präsentiert. Da man die biologischen Abläufe nicht forcieren kann, bleibt die Tour eine sachliche Beobachtung des nächtlichen Ökosystems ohne aussergewöhnliche Vorkommnisse. Es ist eine wertvolle Erfahrung, die das Gesamtbild der Region vervollständigt, jedoch keine tiefergehenden Erwartungen an eine inszenierte Tierschau erfüllt.

625m üM.
31°C / 20°C
80% Humidity
149 km gefahren / 2.5 Std

Agua Celeste

Die Fahrt von Monteverde verläuft entspannt über die gut ausgebaute Strasse 605 bis zur Kreuzung mit der 1 nach Bagaces. Dort füllen wir unseren Kühlschrank sowie andere Vorräte auf und gelangen über die 164 aus der Stadt wieder in Richtung der Berge. Agua Celeste erweist sich als Liebe auf den ersten Blick, da die Anlage wunderschön, sauber und ruhig ist, während der Besitzer Alex durch aussergewöhnliche Freundlichkeit besticht. Obwohl wir ursprünglich nur einen Aufenthalt von ein bis zwei Tagen planen, bleiben wir letztendlich fünf Tage vor Ort. Die Zeit nutzen wir intensiv zum Baden, Wandern, für Reparaturen am Bodyduck und zum Entspannen. Da abgesehen von zwei Familien am Sonntag keine weiteren Gäste erscheinen, haben wir die Anlage mit ihren warmen und kalten Pools fast durchgehend für uns allein.

Wir gewöhnen uns schnell an die tierischen Bewohner, obwohl die zahlreichen Iguane in der Umgebung sofort die Flucht ergreifen, wenn sie uns sehen. Gelegentlich fliegen Tukane über unsere Köpfe hinweg, und aus der Ferne vernehmen wir die Rufe der Toledos, einer Singvogelart, die nur in dieser Region beheimatet ist. Tag und Nacht begleitet uns die akustische Kulisse des Regenwaldes, bestehend aus dem Gesang der Singvögel, dem Zirpen der Zikaden und den gelegentlichen Rufen der Brüllaffen.

507m üM.
33°C / 24°C
87% Humidity
35 Km gefahren / 0.5 Std

Finca Verde Lodge

Der Abschied von Agua Celeste fällt uns aufgrund der herzlichen Gastfreundschaft von Alex sehr schwer. Unser nächstes Ziel erreichen wir über die Verbindungsstrasse zwischen Fortuna und Río Chiquito, die zwar durchgehend asphaltiert und gut befahrbar ist, jedoch einige Belagsschäden aufweist. Die letzten zwei Kilometer gestalten sich extrem hügelig und sind in einigen Abschnitten so steil, dass wir den ersten Gang einlegen müssen. Wir entscheiden uns für die Finca Verde Lodge, da wir dort eine Nachttour planen und als besonderes Extra die Nacht auf dem Parkplatz verbringen dürfen.

Zusammen mit Brigitte und Kevin, die wir in Agua Celeste kennenlernen, verbringen wir den Nachmittag bei einem gemütlichen Jass und kostenlosem Kaffee der Finca. Bereits auf dem Parkplatz erhalten wir einen beeindruckenden Vorgeschmack auf die lokale Fauna: Schreiende Tukane fliegen über uns hinweg, Kolibris präsentieren ihre Flugkünste an der Terrasse und in einer Baumkrone entdecken wir ein Faultier mit seinem Baby. Die für denselben Abend gebuchte Nachttour kostet 25 USD pro Person und dauert statt der geplanten zwei Stunden fast drei Stunden. Begleitet von zwei Guides erfahren wir sehr viel über die lokale Flora und Fauna, während wir intensiv unter Blättern, auf dem Boden und in den Bäumen nach versteckten Lebewesen suchen.

686m üM.
29°C / 21°C
89% Humidity
19 Km gefahren / 1.5 Std

Parque Nacional Tenorio

Die Anfahrt zum Parque Nacional Tenorio gestaltet sich als kleine Herausforderung. Die gut ausgebaute Strasse 6 nach Bijagua ist zwar problemlos befahrbar, doch bei der Zufahrt zum Park warnt eine Tafel vor einem LKW-Fahrverbot. Da wir uns als gut erzogene Schweizer LKW-Fahrer an die Regeln halten, nehmen wir den Umweg in Kauf. Dieser entpuppt sich jedoch als knappe Schotterpiste, die kaum breiter ist als Bodyduck. Mit etwas Geduld und Schritttempo meistern wir aber auch diese Strecke und benötigen für die 13 km schliesslich über eine Stunde. Auf dem Parkplatz vor dem Eingang können wir gemäss iOverlander für 3’000 Colones pro Nacht übernachten. Bei unserer Ankunft fragen wir nach und erhalten die Bestätigung, dass dies kein Problem sei. Über die Zahlungsmodalitäten wird nichts Weiteres gesagt, sodass wir davon ausgehen, dass wir morgen vor der Abfahrt bezahlen.

An der Kasse des Nationalparks erwerben wir ein Ticket online auf der Seite https://serviciosenlinea.sinac.go.cr zum Preis von 22 USD pro Person. Das kostenlose WiFi vor Ort funktioniert recht gut und erleichtert den Buchungsvorgang. Am nächsten Morgen zeigen wir unser Online-Ticket vor und beginnen die Wanderung. Der gut ausgebaute und breite Weg führt uns durch den üppig grünen Wald, bis eine lange Treppe in Richtung des Wasserfalls hinunterführt. Auf halbem Weg ist jedoch Schluss, da ein umgestürzter Baum die Treppe zerstört hat. Dennoch geniessen wir den Blick auf den Wasserfall, der mit gewaltiger Wassermenge in ein wunderschönes, azurblaues Becken stürzt.

Im weiteren Verlauf des Wanderweges kommen wir an einem ebenso blauen Becken vorbei, das ebenfalls vom Rio Celeste gespiesen wird. Am Ende des Wanderweges, der zum Schluss recht steil über Felstreppen nach oben führt, erreichen wir die Stelle, an der sich der Rio Celeste mit seinem blauen Wasser und der Rio Buenavista mit seinem kristallklaren Wasser vermischen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die beiden unterschiedlichen Gewässer verbinden. Auf dem Rückweg weisen uns Ranger zweimal auf versteckte Schlangen hin, was uns sofort dazu veranlasst, die Kamera in Betrieb zu nehmen. Kurz vor dem Ausgang bemerken wir noch Bewegungen in den Bäumen und sind gespannt, was sich dort verbirgt.

496m ü.M.
28°C / 22°C
87% Humidity
167 Km gefahren / 4.5 Std

Cerro Pelado

Die Antenne unseres Starlink-Systems verabschiedet sich plötzlich, doch der Support sagt zum Glück einen kostenlosen Ersatz zu. Da das Paket laut App noch nicht gescannt ist, nutzen wir die Wartezeit in Liberia für eine Blutabnahme bei Zsolt und füllen unsere Vorräte bei Walmart auf. Anschliessend steuern wir den Vulkan Pelado an.

Die Anfahrt über die Strasse 926 verläuft trotz Unebenheiten zügig, und wir finden am Wanderweg einen guten Stellplatz. Doch kaum angekommen, verschlechtert sich das Wetter-System massiv. Dauerregen und dichter Nebel hüllen den Gipfel vollständig ein. Da die Wetter-Lage zwischen Pazifik- und Atlantikluft keine Besserung verspricht, entscheiden wir uns schweren Herzens gegen die Wanderung und treten die Rückreise an.

557m. ü.M
29°C / 23°C
75% Humidity
82 Km gefahren / 2.5 Std

La Pequeña Helvetika

Die Fahrt Richtung Laguna de Arenal verläuft gemütlich und abwechslungsreich durch üppig grüne Wälder und weites Weidenland, begleitet von gelegentlichen Regenschauern. Bei unserer Ankunft an der Pequeña Helvetika stehen wir zunächst vor verschlossenen Toren, doch der Sohn der Besitzerin bemerkt uns und öffnet das 190 Hektar grosse Anwesen. Die Lage inmitten reiner Natur, umgeben von Bergen und Vulkanen, vermittelt sofort ein authentisches Schweizer Gefühl, verstärkt durch typische Häuser, Ställe und grasendes Braunvieh.

Das absolute Highlight des Systems ist die 3.5 Kilometer lange Feldbahn (Spurweite 600 mm), die das Hotel mit dem Panorama-Drehrestaurant verbindet. Die Strecke überwindet fast 200 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von 73 Promille und beeindruckt durch zwei Tunnel sowie eine 54 Meter lange Kehrschleife, die dem RhB-Vorbild bei Brusio nachempfunden ist. Da die historischen Lokomotiven – darunter eine frisch renovierte RACO-Saurer von 1938 – wegen Wartungsarbeiten im Bahnhof stehen, bewältigen wir den Weg zum Gipfel zu Fuss.

Die Besitzerin Silena gibt uns tiefe Einblicke in die 36-jährige Geschichte des Hofes, den sie heute mit ihrer Familie und rund 30 Angestellten führt. Neben der Milchwirtschaft mit Schweizer Rassen (Braunvieh, Simmentaler, Rote Holstein) bildet die Kapelle für Hochzeiten ein wichtiges Standbein des Betriebs, während sich die Hotelwirtschaft seit Covid noch in der Erholungsphase befindet.

Der Morgen präsentiert sich mit bedecktem Himmel, bleibt jedoch zunächst trocken, was wir für den Aufstieg zum Drehrestaurant nutzen. Unser Weg führt uns an der hofeigenen Kapelle, einem grossen Apartmenthaus sowie den Unterkünften der Angestellten vorbei. Mit zunehmender Höhe eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama auf die Laguna de Arenal. Die Kulisse aus saftig grünem Weidenland, grasenden Kühen und frisch gemähten Feldern gleicht einer perfekten Alpenlandschaft, während lediglich die tropischen Bäume und der Regenwald im Hintergrund die geografische Lage in Costa Rica bestätigen.

Auf dem höchsten Punkt des Anwesens, 688 m ü.M., erreichen wir das Rondorama-Gebäude. Obwohl das Restaurant aktuell geschlossen ist, lassen die grosszügigen Räumlichkeiten und die Terrasse auf bedeutende Festlichkeiten schliessen. Wir geniessen die 360°-Rundsicht und erhaschen trotz der dichten Bewölkung einen Blick auf den Vulkan Arenal, der sich jedoch weitgehend in Wolken hüllt. Pünktlich nach unserem Abstieg verdunkelt sich der Himmel massiv und das tägliche Regen-Phänomen setzt ein, welches den Nachmittag und die Nacht mit heftigen Güssen bestimmt.

571m ü.M.
30°C / 24°C
85% Humidity
33 km gefahren / 0.5 Std

Butterfly Conservatory

Wir verabschieden uns von Silena und ihrem Paradies, um unsere Fahrt entlang der Laguna de Arenal fortzusetzen, wobei uns die üppig grüne Vegetation auf dem gesamten Weg begleitet. In einem höher gelegenen Dorf am Ende der Laguna erreichen wir das Butterfly Conservatory. Die Anfahrt gestaltet sich ziemlich steil und die Kehren sind anspruchsvoll, jedoch für Bodyduck machbar. Da der reguläre Parkplatz nicht für grössere Fahrzeuge ausgelegt ist, nutzen wir eine etwas weiter oben gelegene Ausbuchtung, die exakt zu unseren Abmessungen passt.

An der Kasse lösen wir Tickets für 20 USD pro Person. Wir registrieren dabei eine deutliche Preissteigerung im Vergleich zu den Informationen, die wir im letzten Jahr von Freunden erhalten haben. Die Anlage präsentiert sich sehr schön gestaltet und umfasst drei Schmetterlingszelte, ein Zelt zur Froschzucht, einen Teich mit Schildkröten sowie einen Rundwanderweg, der zum Fluss hinunterführt. Innerhalb von zwei Stunden besichtigen wir alle Bereiche und steigen anschliessend zu einem Restaurant mit Terrasse auf. Von dort geniessen wir einen fantastischen Ausblick über den Regenwald auf die Laguna und den Vulkan Arenal. Nach einem kleinen Snack fahren wir wieder hinunter zu unserem Stellplatz, der strategisch günstig auf dem Weg zum Arenal Observatory liegt, wo für morgen ein ausgiebiger Wandertag geplant ist.



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