2026.05.27 – 06.08 Panama
Panama Teil 1
31°C / 24°C
1267m ü.M.
82/ Humidity
158 Km gefahren
Villa Paula
Die ersten Tage in Panama verbringen wir bei Katti und Nelson auf dem Camping Villa Paula. Wir werden sehr herzlich empfangen und gleich mit den Annehmlichkeiten bekannt gemacht. Der Pool ist absolut sauber, das Wasser wird alle drei Tage gewechselt. Hier sehe ich im Garten das erste Mal eine Elefantenfuss Yam, der unheimlich nach Aas stinkt um Fliegen anzulocken……
An einem Heizungsrohr im Bodyduck ist eine Gummschlausch undicht und muss dringend ersetzt werden. Emese will zudem wieder richtig waschen, und hier haben wir genug Platz, um die Wäsche aufzuhängen.
Gleich am nächsten Tag nehmen wir ein Uber nach David, was uns 6 US-Dollar kostet, um einen neuen Kühlerschlauch und Zubehör einzukaufen. Wir besorgen auch eine neue SIM-Karte, was sich als gar nicht so einfach erweist. Nach dem Besuch diverser Geschäfte werden wir an die Farmacia Arrocha verwiesen. Dort erhalten wir schliesslich eine neue SIM-Karte von Tigo, und die Verkäuferin erledigt freundlicherweise auch gleich die Aufladung für uns. Auch das geht nicht ohne Komplikationen ab: Sie muss einige Male bei Tigo anrufen, weil es anfangs nicht funktionieren will. Doch nach einer geschlagenen Stunde sind die Daten endlich darauf. Die Kosten belaufen sich auf 2 US-Dollar für die SIM-Karte von Movistar und 12 US-Dollar für die Tigo-Daten für zweimal sechs Tage plus drei geschenkte Tage mit unbegrenzter Datenmenge.
Zurück auf dem Campingplatz springen wir direkt in den Pool, da es heute wieder extrem schwül ist. Die Montage vom Kühlerschlauch verschiebe ich kurzerhand auf morgen.
Nach vier Tagen verlassen wir Katti und Nelson wieder, die uns zum Abschied noch grosszügig mit Platanos und Avocados beschenken.
28°C / 20°C
1269m ü.M
90% Humidity
60 Km gefahren
Los Ladrillos
Kurz vor David machen wir in einem grossen Einkaufszentrum mit viel Platz zum Parkieren einen Grosseinkauf, da in unserem Kühlschrank langsam eine gähnende Leere herrscht. Danach fahren wir auf der Route 41 in Richtung der Berge. An einer Kreuzung springt uns bei Rotlicht ein Tänzer mit seinen Begleiterinnen vor die Fahrzeugkolonne und erhofft sich ein kleines Trinkgeld.
In Boquete, nahe dem Vulkan Barú, steuern wir eine gute Bäckerei an, die wir auf iOverlander entdeckt haben, und kaufen dort direkt frisches Brot. Etwas weiter ausserhalb der Stadt liegt Los Ladrillos. Direkt vor der Brücke und neben der Kletterwand finden wir gerade noch einen einigermassen geraden Platz für uns, denn es ist Sonntag und hier herrscht absoluter Hochbetrieb. Nachdem wir uns eingerichtet haben, bedienen uns genüsslich an dem frisch eingekauften Brot und dem Aufschnitt.
Wir erfreuen uns eine herrlich kühle Luft zum draussen zu essen und noch mehr in der Nacht ohne Klimaanlage schlafen zu können…..
Pipeline Trail
Von unserem Übernachtungsplatz aus führt eine Strasse weiter zum Pipeline Trail. Unterwegs gibt es jedoch eine Brücke, die eine Gewichtsbeschränkung von 10 Tonnen aufweist. So müssen wir aussenherum eine andere Strecke nehmen, was zwar etwas länger, für uns jedoch ohne Probleme zu bewältigen ist. Kurz vor dem Eingang zum Trailhead können wir den Bodyduck am Strassenrand bei der Bushaltestelle parkieren.
Der Eintritt kostet 5 US-Dollar pro Person. Der Trail ist etwa 3 Kilometer lang, führt bis zu einem Wasserfall und weist etwa 400 Höhenmeter auf. Es ist eine sehr schöne Wanderung durch den Wald, die über Stock und Stein führt, wobei wir auch einige kleine Bäche überqueren müssen. Wir bewundern immer wieder die bis zu tausend Jahre alten Bäume mit ihren extrem dicken Stämmen. Es ist einfach wunderbar, in einer so intakten Naturlandschaft zu wandern.
Den zwei Kilometer langen Abzweiger zu den Quetzalen, die im Wald von wilden Avocados leben, lassen wir aus, da die Bäume zurzeit keine Früchte tragen und deshalb auch nur sehr wenige Vögel zu sehen sind.
Oben beim Wasserfall angekommen, sind wir etwas enttäuscht, weil der Fluss nur wenig Wasser führt und statt eines echten Wasserfalls lediglich ein kleines Rinnsal zwischen den Baumkronen zu sehen ist.
Auf dem Rückweg treffen wir Stefan (www.myTravel2Go.com) an, mit dem wir schon länger über Social Media bekannt sind.
Es wird eben immer wieder deutlich: Die Welt ist wie ein kleines Dorf……
Boquete
Boquete liegt eingebettet in ein üppiges, grünes Tal in der Provinz Chiriquí auf rund 1200 Metern Höhe, direkt an den Hängen des majestätischen, fast 3500 Meter hohen Vulkans Barú. Wegen dieser Lage unterscheidet sich das Klima hier drastisch vom schwülen Tiefland Panamas: Es ist angenehm kühl, weshalb die Stadt auch oft als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet wird. Diese klimatische Besonderheit macht die Region nicht nur zu einer Oase für Reisende und Expats, sondern zur perfekten Agrarregion.
Der absolute Stolz von Boquete ist der Kaffee. Die vulkanische, extrem nährstoffreiche Erde und das feuchte Höhenklima bieten weltweit einzigartige Bedingungen für den Kaffeeanbau. Boquete ist international berühmt für seine edlen Bohnen, allen voran die Sorte „Geisha“, die zu den teuersten und exklusivsten Kaffeesorten der Welt gehört und auf den umliegenden Fincas angebaut wird. Überall in der Umgebung wachsen die Kaffeepflanzen direkt an den Hängen.
Ein absolutes Highlight für uns ist Morton’s Bakehouse Panaderia, eine fantastische Bäckerei, die wir über iOverlander entdecken. Hier decken wir uns mit wunderbarem, frischem Brot ein und geniessen eine herrliche Schokolade mit Nusstorte – ein echter Genuss, der uns unterwegs wie ein kleines Stück Heimat vorkommt.
30°C / 26°C
129m ü. M.
89% Humidity
65 Km gefahren / 1 Std
Cangiloncitos de Gualaca
Nach der Stadtbesichtigung von Boquete fahren wir direkt weiter zu unserem nächsten Ziel. Unser Weg führt uns zu den Cangiloncitos de Gualaca, einer faszinierenden Felsenschlucht mit natürlichen Pools, die ein absoluter Geheimtipp zum Baden und Abkühlen ist, wie auch die Einheimischen ausgiebig geniessen. Das klare, erfrischende Wasser schlängelt sich hier durch beeindruckende Steinformen, die über Jahrtausende vom Fluss geschliffen wurden.
Direkt an diesem wunderschönen Badeort können und sollten wir jedoch nicht übernachten, da man uns vor gewissen Unsicherheiten in der Nacht gewarnt hat. Auf der Suche nach einer sicheren Alternative werden wir im nahegelegenen Dorf fündig: Wir übernachten stattdessen direkt neben einem Rodeo-Stadion, das sich gleich hinter der Tankstelle befindet. Hier stehen wir gut und verbringen eine ruhige Nacht.
32°C / 26°C
5m ü.M.
82% Humidity
127 Km gefahren / 2 Std
Las Lajas
Wir verbringen vier Tage in der Ngäbe Lodge auf dem Campingplatz. Wir hätten zwar auch direkt am öffentlichen Strand stehen können, aber dort herrscht aus verschiedenen Autos ein extrem lautstarker Wettbewerb darüber, wer die bessere Musikanlage in seinem Fahrzeug besitzt.
Die Playa Lajas selbst ist ein schier endloser, breiter Sandstrand am Pazifik, der für seine gewaltigen Wellen und die kilometerlang von Palmen gesäumte Ufer bekannt ist. Dieser Strand soll gerüchteweise sogar der schönste in ganz Panama sein – wenn das denn wahr ist, hat er zumindest eine beeindruckende Kulisse. Das Wasser ist herrlich warm und lädt eigentlich zum puren Verweilen ein.
Die Tage verbringen wir schliesslich produktiv mit Wäschewaschen, Korrespondenzaufgaben, Begegnungen und ausgedehnten Spaziergängen an dem langgezogenen Sandstrand. Dabei sehen wir leider auch, was das Meer alles an das Land schwemmt – und was dort einfach liegen bleibt, weil sich niemand dafür zuständig fühlt.
Dennoch geniessen wir die Ruhe auf unserem schattigen Stellplatz abseits des Musiklärms.
31°C / 25°C
77 m ü.M.
87 % Humidity
153 K gefahren / 3 Std
San Francisco
Auf Empfehlung von unseren Freunden Tanja und Gunnar von 3weltreisen.de besuchen wir in San Francisco de la Montaña das Balneario und die berühmte Kirche Templo Colonial.
Nach einem kurzen Einkauf im Supermercado Rey in Santiago erreichen wir San Francisco über eine zum Teil mit tiefen Schlaglöchern übersäte Strasse nach drei Stunden Fahrt.
Wir stellen uns auf eine Wiese vor dem Balneario. Dieser Badeort ist eigentlich hübsch gelegen und verfügt über einen kleinen Wasserfall. Wir nutzen ihn aber nicht, da auch hier Jugendliche mit übermässig lauter Musik herumtoben. Als es dann, wie jeden Tag, auch noch zu regnen anfängt, ziehen wir uns gemütlich in unseren Bodyduck zurück.
Am nächsten Morgen machen wir einen Spaziergang ins Dorf, um die berühmte Kirche zu besichtigen. Der Templo Colonial de San Francisco de la Montaña gilt als eines der bedeutendsten historischen und architektonischen Juwele ganz Panamas. Von aussen wirkt der im 17. Jahrhundert erbaute Kolonialbau recht schlicht, doch das Innere birgt einen unschätzbaren Kulturschatz. Die Kirche ist berühmt für ihre prachtvollen, von indigenen Kunsthandwerkern handgeschnitzten Holzaltäre, die barocke Pracht mit tiefen Einflüssen der einheimischen Kultur verbinden. Überall an den Altären und Säulen entdeckt man faszinierende, filigrane Details und Schnitzereien, die biblische Geschichten mit der lokalen Tier- und Pflanzenwelt verschmelzen lassen und eine ganz besondere, andächtige Atmosphäre schaffen.
Die Kirche ist regulär von Dienstag bis Samstag für Besucher geöffnet. Obwohl wir an einem anderen Tag hier sind, haben wir im weissen Haus direkt neben der Kirche jemanden gefunden, der uns freundlicherweise die Türen öffnet und uns dieses beeindruckende Kunstwerk in aller Ruhe besichtigen lässt.
30°C / 20°C
692m ü.M.
86% Humidity
76 Km / 3 Std gefahren
La Silampa
Auf iOverlander entdecken wir ganz in der Nähe des Trail-Eingangs einen Übernachtungsplatz. Der Weg dorthin beginnt anfangs noch sehr gut auf einem neu geteerten Abschnitt. Doch nach der Ortschaft Calobre verwandelt sich die Strasse für die letzten 30 Kilometer von „es geht so“ bis hin zu horrorartigen Verhältnissen. Ungeteerte Abschnitte mit unzähligen, tiefen Schlaglöchern zwingen uns zum Schritttempo – und selbst das erscheint manchmal noch zu schnell für die Piste.
Doch oben angekommen, erfreuen wir uns an der spürbar kühleren Luft und den wunderschönen Kiefernwäldern. Hier ist die Strasse wieder geteert und verläuft zum Teil steil hoch, dann wieder steil runter, untermalt von einer phänomenalen Kulisse.
Der besagte Schlafplatz ist allerdings so extrem vermatscht, dass für unseren Bodyduck die Gefahr besteht, sich festzusetzen. Da wir auch direkt beim Traileingang von La Silampa keine geeignete Möglichkeit zum Parkieren finden, weichen wir auf einen grossen Pullout neben der steil hoch- und runterführenden Strasse aus. Dort finden wir schliesslich ein gutes Plätzchen und nutzen die Gelegenheit, um einen ausgedehnten Spaziergang auf einer schönen Naturstrasse zu machen.











































































































Mega, macht richtig wieder Lust auf Panama. Tolle Erlebnisse hattet ihr. Super.
Liebe Tanja und Gunnar
Vielen Dank für euren netten Kommentar!
Es freut uns sehr, dass unsere Erlebnisse und Eindrücke bei euch schöne Panama-Erinnerungen geweckt haben.
Liebe Grüsse