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2026.06.09 – 06.18 Panama

Zsolt
Zsolt – Juni 2026

Panama Teil 2

29°C / 20″C
648m ü.M.
85% Humidity
4 Km gefahren

Laguna de La Yeguada

Unweit von unserem letzten Übernachtungsplatz liegt der Camping Charco Lukas. Dort treffen wir Lena und Max von Laxpedition wieder, die wir bereits in Boquete kennengelernt und auch an der Playa Las Lajas getroffen haben. Sie erklären uns sogleich, wo man am besten zum Fluss hinuntersteigen kann, um eine herrliche Abkühlung im klaren Wasser zu geniessen. Später sitzen wir noch lange gemütlich zusammen und tauschen intensiv unsere Erlebnisse und Reiseerfahrungen aus.

Am nächsten Morgen fahren die beiden weiter, während wir uns in die Wanderschuhe schwingen. Wir machen uns auf den Weg zu einem Wasserfall, der hier in der Nähe im Wald liegen soll. Durch das Area para Campamentos del ANAM gelangen wir zum Wanderweg, der uns stetig hoch zum Wasserfall führt. Unten im Becken könnte man zwar wunderbar baden, aber momentan ist das Wetter einfach zu unberechenbar; wenn es plötzlich anfängt zu regnen, kann der Fluss extrem schnell anschwellen und lebensgefährlich werden. Wir belassen es daher vernünftigerweise beim Fotografieren und sind einfach froh, wieder eine wunderschöne Wanderung mitten durch den duftenden Kiefernwald zu machen. Auf dem Rückweg laufen wir noch ein kurzes Stück zum See hinunter und verweilen eine ganze Weile, um die herrliche Aussicht in Ruhe zu geniessen.

33°C / 27°C
97m ü.M.
87% Humidity
72 Km gefahren / 2.5 Std

Santiago

Die Rückfahrt von der Laguna de la Yeguada, über die zum Teil sehr üble Piste verläuft zum Glück vollkommen problemlos.
Nach einem ausgiebigen Einkauf im Supermercado Rey steuern wir eine Raststätte an, die auf iOverlander wärmstens empfohlen wird. Der Tipp erweist sich als goldrichtig: Hier können wir unschlagbar günstig unsere Wäsche waschen, da eine Waschmaschine gerade einmal 75 Cent kostet und der Trockner mit demselben super Preis zu Buche schlägt. Neben diesem tollen Wäscheservice bietet der Platz auch die Möglichkeit, die Nacht komplett kostenlos und einigermassen ruhig zu verbringen, sodass wir perfekt für unser nächstes Ziel gerüstet sind.

33°C / 24°C
13m ü.M.
89% Humidity
120 Km gefahren / 2 Std

Santa Catalina

Das Hostel Ocean in Santa Catalina bietet einen genügend grossen Platz für uns und verfügt auch über einen Pool. Alex, der Besitzer empfängt uns sehr freundlich und heisst uns herzlich willkommen. Gleich nachdem wir uns eingerichtet haben, werfen wir uns in den abkühlenden Pool, der gefühlt mindestens zwei bis drei Grad kühler als die heisse Luft ist…..

Danach begeben wir uns an den Strand und machen einen ausgedehnten Spaziergang. Leider ist auch hier der Abfall ein grosses Thema, den das Meer unablässig rausspült; es hat schlichtweg niemand das Interesse oder das Geld, um den ganzen Unrat zusammenzusammeln. Wahrscheinlich ist es am Ende auch ein grosses Problem, wohin überhaupt damit. Dennoch geniessen wir die Bewegung und die raue Schönheit der Küste.

Isla Coiba

Alex vermittelt uns eine Tour nach Isla de Coiba. Wir werden pünktlich um 08.00 Uhr abgeholt und für die Registrierung direkt zum Veranstalter gefahren. Unsere Gruppe besteht aus zehn Personen sowie Anthony der Guide und der KApitän des Bootes.

Die Isla Coiba ist die grösste Insel Panamas und das Herzstück eines riesigen Nationalparks, der als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt ist. Da die Insel über Jahrzehnte als berüchtigte Strafkolonie diente, blieb die Natur an Land und unter Wasser nahezu unberührt von menschlichen Eingriffen. Heute gilt der Archipel als eines der artenreichsten Meeresbiotope der Erde – ein wahres Paradies für Taucher und Schnorchler, das oft mit den Galápagos-Inseln verglichen wird.

Wir erhalten komplette Schnorchelausrüstungen sowie langärmlige T-Shirts, da ab und zu Quallen im Wasser vorkommen sollen. Anthony führt uns an drei verschiedene Orte zum Schnorcheln, wo wir im kristallklaren Wasser unzählige farbige Fische, Riffhaie, Mantarochen, Seesterne und riesige Schildkröten beobachten können.
Auf einer anderen Insel wird uns ein einfaches Mittagessen mit frischen Früchten und kühlen Getränken serviert. Die Rückfahrt dauert erneut etwa eine Stunde, und so kommen wir in Santa Catalina rund 15 Minuten vor dem täglichen heftigen Regen wieder bei unserem Bodyduck an.

Es ist ein sehr gelungener Tag voller schöner Erlebnisse und Sichtungen, den wir bis zum Schluss bei vollem Sonnenschein geniessen können.

31°C / 24°C
8m ü.M.
84% Humidity
194 Km gefahren / 3.5 Std

Torio

Für die bevorstehende Verschiffung haben wir uns schon vor langer Zeit bei Tea Kalmbach gemeldet.
Als sie erfährt, dass wir uns ganz in ihrer Nähe aufhalten, lädt sie uns ganz spontan zu sich nach Hause ein.
Wir verstehen uns auf Anhieb ausgezeichnet und tauschen uns stundenlang intensiv aus. Sie gibt uns dabei nicht nur sehr viele wertvolle Tipps für Panama allgemein, sondern versorgt uns auch mit wichtigen Insider-Informationen rund um das Thema Verschiffung, was uns unheimlich weiterhilft.

Wir besuchen die PriceSmart-Filiale in Santiago und lassen die einfache Diamond-Mitgliedschaft erstellen. Die Jahresgebühr beträgt 40 USD zuzüglich Mehrwertsteuer. Nach Vorlage eines Ausweises wird die Mitgliedskarte direkt vor Ort ausgestellt.
(8.094413, -80.945095)

PriceSmart bietet viele Produkte in Grosspackungen an, wodurch die Preise oft günstiger sind als in herkömmlichen Geschäften.

Zusätzlich befindet sich in der Filiale ein Geldautomat der Banco Davivienda, an dem Bargeld mit einer Kreditkarte kostenlos bezogen werden kann.

Ein weiterer Vorteil für Reisende ist, dass die Mitgliedskarte vor der endgültigen Ausreise aus Panama wieder zurückgegeben werden kann. In diesem Fall wird der bezahlte Mitgliederbeitrag zurückerstattet.

31°C / 27°C
40m ü.M
85% Humidity
148 Km gefahren

Parque Nacional Sarigua

Wir verabschieden uns von Tea, denn wir müssen uns langsam in Richtung Panama City aufmachen, um dort unser TIP (Temporary Import Permit) für das Fahrzeug zu verlängern.
Nachdem wir in Santiago bei PriceSmart eingekauft und dort praktischerweise kostenlos Bargeld beziehen konnten, setzen wir unsere Reise zum Parque Nacional Sarigua fort.
Im iOverlander steht geschrieben, dass man am Eingang des Parks für kleines Geld übernachten kann – hier werden wir jedoch herb enttäuscht, denn der Ranger erklärt uns unmissverständlich, dass das absolut nicht erlaubt ist. Daher fahren wir wieder zurück auf die Hauptstrasse und finden unweit eine Terpel-Tankstelle, wo wir auf dem hinteren Teil eine ruhige Nacht verbringen.

Diese negative Erfahrung bleibt leider nicht die einzige bei diesem Nationalpark.
Die Trails sind nach dem letzten Regen so extrem matschig, dass wir sie gar nicht betreten können. Sogar der Aussichtsturm ist wegen ungenügender Pflege komplett abgesperrt.
Überhaupt scheint dieser Park sehr schlecht gewartet zu sein; so gesehen erscheint uns der Eintritt von 4 USD pro Person (und 1 USD für Pensionierte) zwar sehr billig, aber vielleicht ist genau das auch der Grund für den mangelhaften Unterhalt der Anlage. Auch der kleine Ausstellungsraum mit diversen Informationen ist stark in die Jahre gekommen. Fundstücke, die angeblich über tausend Jahre alt sein sollen, werden den Besuchern dort einfach so von Hand zu Hand gegeben.

Wir laufen schliesslich durch den Wald bis zum Watt und dann weiter bis zu dem grossen Tor, das die industrielle Zucht von Garnelen vor Eindringlingen schützt.
Danach führt uns der Weg auf die andere Seite zu den Dünen, wo einst indigene Völker gelebt haben.

Dieser Nationalpark ist zwar hübsch und bietet eine sehr spezielle Landschaft mit schönen Farben, aber wenn man nicht gerade in der Nähe ist, ist er einen extra Besuch im Grunde nicht wert.

30°C / 21°C
585m ü.M.
78% Humidity
211 Km gefahren / 4 Std

El Valle de Antón

Es tut unheimlich gut, wieder in die Berge zu fahren. Hier oben erwartet uns etwas frischere Luft, und auch die hohe Luftfeuchtigkeit ist deutlich erträglicher.

Wir wollen uns nun langsam, aber sicher auf die bevorstehende Verschiffung vorbereiten. Auch wenn die Reederei im Moment noch keine Flat-Racks zur Verfügung hat, wird es irgendwann plötzlich heissen: Los geht’s!

Beim Windmill Hostel finden wir genügend Platz für uns, eine gedeckte Terrasse und einen Pool zum Abkühlen. Hier wollen wir all unsere Raku-Boxen gründlich durchchecken, neu beschriften und ordentlich ausmisten.
Auch einige Reparaturen stehen mal wieder an – und wo lässt sich das besser erledigen als hier bei diesen angenehmen Temperaturen? In der Küche im Bodyduck montiere ich eine Steckdose mit 110 Volt, denn solche Geräte werden in unserem Haushalt immer mehr; seit Neuestem hat beispielsweise eine Ninja-Eismaschine unsere Herzen im Sturm erobert.

Am Sonntag machen wir einen kleinen Spaziergang ins Dorf, da dort ein Markt stattfinden soll. Na ja, der Markt haut einen nun wirklich nicht vom Hocker: Es gibt lediglich einige wenige Gemüsehändler und dafür viel mehr Blumen- und Pflanzenverkäufer – das war es dann auch schon.

Weil heute Sonntag ist, verpflegen wir uns auf dem Heimweg auswärts in einem sehr sympathischen Grillhaus.
Den restlichen Nachmittag verbringen wir anschliessend ganz zurückgezogen in unserem Bodyduck, denn es regnet wieder einmal wie aus Kübeln. Es schüttet wie jeden Tag, man könnte mittlerweile fast die Uhr danach richten.

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