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2023.03.13 – 03.27 Mexiko

Zsolt
Zsolt – 2023.03.13 – 03.27 Mexiko

Baja California (Mexico light), Teil 2

Playa El Requesón

Wir haben unser Lager an der Playa El Requesón aufgeschlagen. Für 200 Pesos pro Nacht stehen wir an einem der spektakulärsten Strände der gesamten Bahía Concepción. Der weisse Sand und das türkisfarbene, glasklare Wasser wirken fast surreal. Wir geniessen die Zeit in vollen Zügen: Wir baden im angenehm kühlen Golf, unternehmen lange Spaziergänge am Ufer entlang und lassen uns einfach treiben.

Besonders schätzen wir unseren Stellplatz, da er uns den nötigen Windschutz bietet. So können wir die Abende draussen verbringen und intensiv jassen, bis die Karten förmlich glühen. Es wird gelacht, taktiert und wir hinterlassen unsere „Spuren“ in Form von gemütlichen Stunden und tollen Erinnerungen an diesen besonderen Ort.

Loreto

In Loreto angekommen, steuern wir zielstrebig unsere erste Adresse an: die Loreto Coin-Op Laundry (N 26.00561, W 111.35258). Für Reisende wie uns ist dieser Waschsalon ein absoluter Glücksgriff. Es gibt genügend Parkplatz, was das Rangieren mit dem Bodyduck stressfrei macht, und die Maschinen sind tadellos sauber.

Die Preise sind fair und die Abwicklung effizient:

  • Waschgang (10kg): 25 Pesos – eine super Kapazität für unsere Wäscheberge.
  • Trockner: In nur 45 Minuten ist für weitere 25 Pesos alles wieder schrankfertig.

Nachdem unsere Wäsche wieder frisch ist, parkieren wir unseren Bodyduck auf der breiten, doppelspurigen Strasse direkt an der Promenade. Hier ist das Übernachten erlaubt, und wir geniessen den freien Blick auf den Golf von Kalifornien. Danach begeben wir uns in die Stadt und unternehmen einen ausgiebigen Spaziergang durch die historischen Gassen.

Dabei passiert das Schönste, was das Unterwegssein ausmacht: Wir treffen andere Reisende. Man versteht sich auf Anhieb, und so verabreden wir uns für den Abend zu einem gemeinsamen Abendessen in der Stadt.

Der Abend mit Sibylle & Hermann (@d-hai.ch), Katrin & Hans Jürgen (@otto-mobil.com), Claudia & Thomas @dubu_and_more sowie Stefanie & Ozy @dihei-uf-reise war eine absolute Bereicherung. Es hat uns sehr gefreut, so nette und liebe Mitreisende anzutreffen. Solche Begegnungen zeigen uns immer wieder:

Reisen ist…

  • Fremde Kulturen kennenzulernen,
  • Länderspezialitäten auszuprobieren,
  • Beeindruckende Sehenswürdigkeiten anzusehen,
  • Die unberührte Natur zu geniessen,
  • Aber vor allem auch: Nette und liebe Mitreisende anzutreffen.

Playa Juncalito

Nur eine kurze Fahrt von Loreto entfernt, finden wir unseren nächsten Schlafplatz an der Playa Juncalito. Die Bucht ist wunderschön gelegen und wird von den Ausläufern der Sierra de la Giganta eingerahmt. Auch wenn der Strand etwas steinig ist, hält uns das nicht zurück: Das Wasser ist glasklar und lädt herrlich zum Baden ein.

Neben der Erfrischung im Meer bietet die Umgebung fantastische Möglichkeiten zum Wandern. Die Wege führen durch die typische Wüstenflora und belohnen uns immer wieder mit spektakulären Ausblicken auf das tiefblaue Wasser des Golfs.

Die Playa Juncalito gehört zum Nationalpark und ist ein Paradies für alle, die es etwas ursprünglicher mögen. Wir geniessen die Stille, die nur vom sanften Plätschern der Wellen an den Steinen unterbrochen wird.

Abenteuer Agua Verde:

Der Weg Richtung Agua Verde hat es wahrlich in sich. Die Strasse schlängelt sich spektakulär zum Meer hinunter, ist jedoch eine reine Gravelroad mit zahlreichen kleinen und grossen Vertiefungen sowie tückischen Schlaglöchern. Um die heftigen Unebenheiten abzufedern, lassen wir erst einmal ordentlich Luft aus den Reifen – eine Wohltat für den Bodyduck und unsere Wirbelsäulen.

Wir entscheiden uns, nicht bis ganz nach Agua Verde zu fahren. Direkt am Ufer entdecken wir einen absoluten Traumplatz, der uns so gut gefällt, dass wir hier direkt ein paar Tage verbringen. Die Abgeschiedenheit und die wilde Natur sind genau das, was wir gesucht haben.

Das sonnige Wetter nutzen wir voll aus:

  • Wir unternehmen wieder ausgedehnte Wanderungen durch die karge, aber faszinierende Küstenlandschaft und versuchen unser Glück beim Angeln.
  • Unweit von unserem Platz gibt es ein ganz besonderes Naturphänomen. Zwischen den Steinen, direkt am Meeresufer, kommen heisse Quellen an die Oberfläche.

Es ist ein unglaubliches Gefühl, im warmen Quellwasser zu sitzen, während nur ein paar Meter weiter die kühleren Wellen des Golfs an die Felsen schlagen. Ein privates Spa-Erlebnis mitten in der mexikanischen Wildnis!

López Mateos

Wir wollten noch einmal zu den Grauwalen, doch dunkle Wolken und erste Regentropfen am Hafen-Stellplatz (150 Pesos) machten uns einen Strich durch die Rechnung. Da es am Morgen nicht aufklarte, strichen wir das Whalewatching und nahmen direkt Kurs auf La Paz.

Der Hunger führte uns in eine authentische Strassen-Taquería. Ein echtes Highlight waren die vielen verschiedenen Saucen auf dem Tisch – von mild bis hin zur „Tränen-Garantie“. Diese typische Schärfe war der perfekte Genuss, um uns über das graue Wetter hinwegzutrösten!

La Paz

Wir erreichen La Paz, die lebendige Hauptstadt von Baja California Sur. Um ein paar angenehme Tage hier zu verbringen, kehren wir auf dem Campestre Maranatha ein. Es ist ein sehr schöner Campingplatz mit einem einladenden Swimmingpool und reichlich Platz für Fahrzeuge aller Grössen – also auch für unseren Bodyduck kein Problem.

Ein echtes Highlight unseres Aufenthalts: Wir treffen hier die ungarische Familie @towacross, denen wir auf Social Media schon länger folgen. Es ist immer wieder faszinierend, Menschen, deren Reise man digital miterlebt, schliesslich persönlich gegenüberzustehen und sich über gemeinsame Erfahrungen auszutauschen.

Campestre Maranatha

Der Komfort hat seinen Preis, bietet aber auch entscheidende Vorteile:

  • Preise: 600 Pesos für Full Hookup oder 350 Pesos für Dry Camping.
  • Service: Man kann sich bequem Pakete an die Adresse schicken lassen.
  • Anbindung: Mit dem Taxi ist man in kurzer Zeit für wenig Geld mitten in der Stadt.

La Paz

Wir lassen den Bodyduck auf dem Campingplatz und tauchen einen ganzen Tag lang in das Leben der Hauptstadt ein. Ein Taxi bringt uns entspannt ins Zentrum, wo wir unseren abwechslungsreichen Stadtbummel starten.

Unser Weg führt uns zum Museo de Arte de Baja California Sur (MUABCS) direkt am Zócalo. Das Museum im historischen Regierungspalast bietet bei kostenlosem Eintritt eine beeindruckende Sammlung zeitgenössischer Kunst. Die moderne Gestaltung der Ausstellungsräume im Kontrast zur alten Architektur hat uns sehr gefallen.

Danach schlendern wir ausgiebig die berühmte Uferpromenade entlang. Der Malecón ist gesäumt von zahlreichen kunstvollen Bronzestatuen, die die Bewohner des Meeres – von Walhaien bis zu Meerjungfrauen – darstellen. Es ist wie ein Freilichtmuseum mit stetiger Meeresbrise.

Den krönenden Abschluss finden wir im Hafen in der Gelateria „Dulce Oasis“. Die Inhaberin, eine Tessiner Auswanderin, bereichert La Paz mit echtem italienischem Glace. Ein wunderbarer Geschmack von Heimat unter der mexikanischen Sonne!

Santa Rita

Ein Tag wie aus dem Bilderbuch: Wir finden einen spektakulären Platz unweit von Santa Rita (23.47337, -109.79351). Trotz der etwas abenteuerlichen Anfahrt hat sich jeder Meter für den Bodyduck gelohnt.

Wellness in der Palmenoase

Gemeinsam mit Claudia & Thomas (@dubu_and_more) machen wir uns auf den Weg zu den heissen Quellen. Nach einem rustikalen Marsch durch einen Bauernhof mit Kühen und Schweinen öffnet sich uns ein wahres Paradies: Eine grüne Oase mit Palmen und riesigen Steinen, in deren warmem Wasser wir herrlich baden und entspannen.

Den Rest des Tages geniessen wir in vollen Zügen am Camp. Bei gemütlichem Grillieren lassen wir es uns gut gehen, bevor die Spielsteine fliegen: Eine packende Runde „Mexican Train“ sorgt für beste Unterhaltung und einen perfekten Abschluss dieses gemeinsamen Tages unter dem Sternenhimmel.

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