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2026.04.15 – 04.25 Costa Rica

Zsolt
Zsolt – 2026.04.15 – 04.25 Costa Rica

Costa Rica Teil 7

4m ü.M.
31°C / 24°C
82% Humidity

Playa Esmeralda

Wir verbringen zwei Nächte auf einem Campingplatz bei Merlin und seiner Familie an der Playa Esmeralda. Diese Zeit nutzen wir intensiv, um Wäsche zu waschen und diverse Administrationsaufgaben zu erledigen, die bereits seit längerer Zeit auf unserer To-Do-Liste stehen. Als nächstes planen wir den Besuch des Veragua Rainforest. Da die Erreichbarkeit mit unserem Fahrzeug unklar ist, rufen wir am Vortag an; ein freundlicher Ranger gibt uns grünes Licht, da auch Busse für Kreuzfahrttouristen die Strecke befahren. Ob eine Übernachtung vor Ort möglich ist, sollen wir bei der Buchung einer Tour klären.

Bei der Auffahrt stellt sich jedoch heraus, dass ab der Hälfte des Weges nur noch eine holperige Gravelroad existiert, die höchstens für Microbusse passierbar ist. Oben angekommen, erklärt uns derselbe Ranger, dass der Park diese Woche wegen Revisionsarbeiten an der Luftseilbahn geschlossen bleibt. Wir aktivieren umgehend Plan B, fahren die 10 Kilometer Schotterpiste wieder hinunter und fassen Ujarrás als nächstes Ziel ins Auge. Unterwegs kehren wir in einem Rancho ein, um zu Mittag zu essen. Knapp vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir den Parkplatz vor der Ruine, wo wir die Nacht verbringen werden.

Nachdem wir die Nacht kostenlos auf dem Parkplatz der Ruinas de Ujarrás verbracht haben, besichtigen wir am Morgen die Überreste der Kirche Nuestra Señora de la Limpia Concepción aus dem 16. Jahrhundert.

Anschliessend setzen wir unsere Fahrt in das Orosi-Tal fort. Die Überquerung der Represa de Cachí liefert leider keine Bilddaten, da der Blick vom Staudamm komplett vergittert ist. In einer kleinen Ausbuchtung am Ufer parkieren wir den Bodyduck und überqueren eine Hängebrücke zu Fuss, um ins Dorf Orosi zu gelangen. Dort befindet sich die älteste noch funktionierende Kirche Costa Ricas, die jedoch aufgrund von Renovierungsarbeiten vollständig in Baugerüste und Netze gehüllt ist. Trotz der eingeschränkten Sicht erkunden wir das Dorf, decken uns mit frischem Gemüse, Joghurt, Brot sowie Chicharrón ein und gönnen uns ein kühlendes Karamell-Frappé.

Bei der Weiterfahrt stellt sich heraus, dass die Brücke nach der letzten Kurve nicht für unser 16-Tonnen-Fahrzeug ausgelegt ist. Auf der Suche nach einer Wendemöglichkeit entdecken wir ein grosses Gelände und werden direkt auf einen Ecotouristen-Platz eingewunken. Das weitläufige Areal liegt unmittelbar am Fluss, bietet Bademöglichkeiten sowie Palapas mit Tischen und Grillstellen. Aufgrund der hervorragenden Bedingungen und der günstigen Konditionen entscheiden wir uns, zwei Tage an diesem Standort zu verweilen.

28°C / 9°C
2464m ü.M.
48% Humidity

Wir verlassen das Orosi-Tal und setzen unsere Route in Richtung Pazifikküste fort. Oberhalb von Ujarrás nutzen wir einen kleinen, aber schönen Mirador, um den Blick noch einmal über das Tal schweifen zu lassen. Der Zugang zur Plattform ist kostenlos und erfordert lediglich die Eintragung unserer Identität. In Cartago steuern wir den grossen Walmart an, um unsere Vorräte umfassend aufzufüllen. Der anschliessende Strassenverlauf ab Cartago steigt stetig an und ist geprägt von vielen Kurven sowie langsamen Lastkraftwagen. Die riskanten Überholmanöver ungeduldiger Verkehrsteilnehmer gleichen dabei oft einem Lotteriespiel.

Gegen den frühen Nachmittag erreichen wir unversehrt unser heutiges Ziel, Truchas Selva Madre auf 2’464 m.ü.M. Wir positionieren den Bodyduck direkt am untersten Fischerteich und beschliessen, umgehend die kleinere Wanderroute zu starten. Diese führt uns zu sieben beeindruckenden Bäumen, die ein Alter zwischen 500 und 1’000 Jahren aufweisen und uns einen tiefen Einblick in die urzeitliche Natur dieser Region gewähren.

Heute stehen gleich zwei Highlights auf unserem Programm. Am Morgen brechen wir auf, um den grossen Sendero zu bewandern, der uns an zwei beeindruckenden Wasserfällen vorbeiführt. Es ist eine herrliche Wanderung durch den stillen Urwald auf sehr gut markierten Pfaden, die uns stetig bergauf und bergab führen. Nach gut zweieinhalb Stunden erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt. Zum Mittagessen planen wir den Verzehr von Truchas ein, doch dieses Mahl müssen wir uns erst verdienen.

Wir schwingen die Angel und fangen unseren Mittagstisch direkt aus dem Teich. Da der Fang äusserst erfolgreich verläuft, holen wir zusätzlich zwei weitere Forellen aus dem Wasser, um diese im Tiefkühler für spätere Tage zu lagern. Der grösste Fisch wird umgehend filetiert und als Mittagsteller mit Pommes zubereitet. Bei herrlichem Sonnenschein geniessen wir am Nachmittag die selbst gefangene Forelle im Freien.

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Unsere heutige Fahrleistung beträgt lediglich 27 Kilometer, doch die Strecke erweist sich als äusserst anspruchsvoll.
Von der Carretera Interamericana Sur Nr. 2 biegen wir talwärts ab, wobei uns bewusst ist, dass wir auf einer Distanz von 10 Kilometern einen Höhenunterschied von 830 Metern bewältigen müssen. Diese Passage fordert sowohl dem Fahrzeug als auch dem Fahrer alles ab. Positiv werten wir, dass die hängenden Kabel keine Hindernisse darstellen und der Strassenbelag zur Hälfte frisch geteert ist. Dennoch bietet die Strasse kaum Platz für zwei Fahrzeuge, sodass bei Gegenverkehr riskante Rückwärtsmanöver bis zur nächsten Ausbuchtung erforderlich sind. Die engen Haarnadelkurven können wir nur mit grösster Mühe in einem Zug bewältigen. Zudem überqueren wir eine Eisenbrücke, deren Tragfähigkeit wir erst im Nachhinein durch die Bestätigung von 25-Tonnen-LKW-Transporten als sicher einstufen können. Erschwerend kommt hinzu, dass es seit dem Morgen phasenweise wie aus Kübeln regnet.

Nach der Ankunft positionieren wir uns gegenüber dem Savegre Hotel Natural Reserve & Spa auf einem kleinen Pull-out. In einer Regenpause erkunden wir mit dem Fotoapparat den Flusslauf sowie die Gartenanlage des Hotels.

Aufgrund des erneut einsetzenden Regens ziehen wir uns in den Bodyduck zurück und hoffen auf die prognostizierte Sonne für den nächsten Vormittag.

Wie vorausgesagt, scheint die Sonne heute so intensiv, als hätte der Himmel niemals Wolken gesehen. Da viele Wanderwege in dieser Gegend in privatem Besitz sind und die öffentlichen Pfade oft vernachlässigt oder gar gefährlich wirken, entscheiden wir uns für das Wegenetz des Savegre Hotels. Diese Pfade sind wunderschön angelegt und befinden sich in einem perfekt gepflegten Zustand.

Während manche Gäste den Transport mit einem Allradfahrzeug zum Mirador bevorzugen, absolvieren wir eine dreistündige, mässig moderate Wanderung durch den Regenwald.

Unsere Hoffnung auf eine Sichtung des Quetzals wird bis zu unserer Rückkehr enttäuscht, doch wir beobachten zahlreiche kleine Singvögel und viele Kolibris, die uns umschwirren.
Für den heutigen Tag begnügen wir uns mit dem herrlichen Vogelzwitschern, das uns auf dem Weg durch das ewig grüne Dickicht begleitet.

Um unsere Erfolgsquote für die Zukunft zu steigern, buchen wir für den nächsten Morgen eine geführte Tour und erhoffen uns durch die Erfahrung eines einheimischen Guides mehr Glück bei der Suche nach den seltenen Bewohnern des Waldes.

Kurz nach 05:00 Uhr morgens stehen wir bereit vor der Rezeption, wo kurz darauf unser Guide eintrifft. Da sich heute niemand sonst für die Quetzal-Tour eingeschrieben hat, nehmen wir bequem im Bus Platz. Wir fahren etwa zehn Minuten das Tal aufwärts bis zu einer grösseren Strassenausbuchtung, wo uns eine Überraschung erwartet: Dort stehen bereits etwa zehn Autos und Kleinbusse. Zahlreiche Guides eilen mit ihren Gruppen umher, die Köpfe erwartungsvoll in die Baumkronen gerichtet, während einige sogar den Ruf des Quetzals nachahmen. Die Szenerie erinnert uns stark an eine Safari in Kenia. Wir folgen gespannt unserem Guide, bis eine Entdeckung gemeldet wird: Aquí, aquí hay una hembra. Sofort eilt die gesamte Gruppe dorthin. Während es mir völlig misslingt, den Vogel mit meiner Kamera im dichten Laub zu finden, stellt unser Guide sein professionelles Spektiv präzise ein. So erblicken wir unser erstes Weibchen, das jedoch kurz darauf die Weite sucht. Die Suche beginnt von vorn, bis schliesslich ein Männchen beim Fressen gesichtet wird. Unser Guide reagiert schnell und fertigt durch das Objektiv seines Spektivs Fotos mit unserem Handy an, da meine Kamera im Geäst keine Chance hat. Nach knapp zwei Stunden kehren wir zum Hotel zurück und geniessen einen ausgiebigen Brunch, wohlwissend, dass uns diese erfolgreichen Sichtungen 53 USD pro Person wert waren. Auf Empfehlung unseres Guides brechen wir unmittelbar nach dem Brunch auf und fahren das Tal wieder hochwärts. Wir nutzen dieses spezifische Zeitfenster, da zu dieser Stunde mit dem geringsten Verkehrsaufkommen auf der einspurigen, steilen Strasse zu rechnen ist. Unser Ziel ist es, die Hauptstrasse zügig zu erreichen, ohne durch Gegenverkehr zu riskanten Ausweichmanövern gezwungen zu werden.

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