Schwäbische Alb

Wie merkst du, dass du in Deutschland angekommen bist:

  • Wenn du Innerorts von Velos (Fahrräder) überholt wirst
  • Wenn du Pouletschenkel kaufen willst und dich niemand versteht, du erhältst hier Hühnerkeulen.
  • Wenn du für eine Strecke von 13 Km, wegen Baustelle 65 Km umgeleitet wirst

Nachdem wir die Grenze bei Bargen passieren, führt uns unser erster Halt nach Bad Dürrheim. Ursprünglich hatten wir vor, in der bekannten Therme zu entspannen und uns ein wenig Wellness zu gönnen. Allerdings stellen wir fest, dass aufgrund der aktuellen Corona-Situation ein Besuch in der Therme nur mit einer Online-Anmeldung möglich ist, die zwei Tage im Voraus erfolgen muss. Da wir hierfür nicht angemeldet sind, entscheiden wir uns, lediglich eine Nacht auf einem kostenlosen Parkplatz im Ortskern zu verbringen.

Am folgenden Tag setzen wir unsere Fahrt fort und entdecken eher durch Zufall das Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck. Der Besuch dort fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit, eingebettet zwischen dem Schwarzwald, dem Bodensee und der Schwäbischen Alb. Besonders beeindruckend ist, dass die 25 historischen Gebäude Originale sind, die am jeweiligen Ursprungsort abgebaut und im Museum detailgetreu wieder aufgebaut und liebevoll eingerichtet werden. Zudem können wir auf dem grosszügigen Parkplatz des Museums übernachten, was unseren Aufenthalt noch angenehmer macht. Insgesamt gefällt uns dieses Erlebnis sehr.

Burg Hohenzollern

Burg Hohenzollern war der Stammsitz des Fürstengeschlechts der Hohenzollern und einst das Zentrum des preussischen Königshauses sowie des deutschen Kaiserhauses. Sie erhebt sich majestätisch auf einem 855 Meter hohen Zeugenberg in der Schwäbischen Alb bei Bisingen und beeindruckt schon aus der Ferne mit ihrer imposanten Architektur.

Vom Parkplatz gelangt man entweder zu Fuss (die Strecke beträgt etwa 600 Meter und dauert rund 25 Minuten) oder bequem mit dem Shuttlebus zur Burg. Wegen der sommerlichen Hitze entscheiden wir uns für den Bus, dessen Nutzung bereits im Eintrittspreis enthalten ist.

Für die Besichtigung der Burg sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden. Besonders faszinierend finden wir die Schatzkammer, die zahlreiche wertvolle Exponate beherbergt und einen spannenden Einblick in die Geschichte des Hauses Hohenzollern gewährt.

Ein angenehmer Vorteil: Auf dem Parkplatz können wir übernachten – auch dieser Service ist im Eintrittspreis.

Rottenburg am Neckar

Während unsere Reise entscheiden wir uns für zwei Tage für einen Campingplatz am Rappenberg, nahe Rottenburg am Neckar. Die Lage des Campingplatzes erweist sich als ideal, um die Wanderung zum Weiler Burg zu unternehmen. Die Umgebung beeindruckt uns so sehr, dass wir beschliessen, einen weiteren Tag direkt auf dem öffentlichen Parkplatz vor dem Campingplatz zu verbringen.

Der Parkplatz bietet angenehme Möglichkeiten zur Erholung und zum gemeinsamen Verweilen. Picknick-Tische und Grillplätze sind vorhanden, sodass wir entspannte Stunden in naturnaher Atmosphäre geniessen können.

Wurmlingen

Ganz in der Nähe von Rottenburg am Neckar liegt das idyllische Wurmlingen. Heute führt uns unser Weg zum Kapellenberg, auf dessen Höhe die Sankt-Remigius-Kapelle steht. Wir wählen nicht den direkten Pfad, sondern spazieren durch die reizvollen Rebberge. Schon beim Aufstieg eröffnet sich uns ein herrlicher Blick über das Neckartal, der jeden Schritt wert ist. Die abwechslungsreiche Landschaft und die weite Aussicht verleihen dieser Etappe unserer Reise ein einzigartiges Ambiente.

Baggersee bei Hirschau

Bei schönem Wetter und warmen Temperaturen verbringen wir zwei Tage an einem Baggersee. In Hirschau finden wir neben der Schule einen schattigen Platz, der sich ideal für die Übernachtung eignet. Die angenehme Ruhe und die Nähe zur Natur machen unseren Aufenthalt besonders entspannend.

Vom Übernachtungsplatz aus erreichen wir den See in nur zehn Minuten zu Fuss. Das Wasser lädt zum Baden und Verweilen ein – einfach herrlich.

Nebelhöhle bei Genkingen

Als nächste Sehenswürdigkeit wählen wir die Nebelhöhle bei Genkingen aus. Der Parkplatz vor Ort erweist sich als eine der schönsten Übernachtungsmöglichkeiten: Der riesige Platz unter den schattigen Bäumen bietet eine entspannte und naturnahe Atmosphäre.

Die Tropfsteinhöhle selbst beeindruckt mit ihren faszinierenden Stalagmiten, Stalaktiten und Stalagnaten. Sie zählt zu den ältesten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb und bietet Besucherinnen und Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die geologische Geschichte der Region.

Besuch des Liechtensteiner Schlosses

Nach einer Wanderung auf einem der zahlreichen Wanderwege in der Umgebung besuchen wir das Liechtensteiner Schloss. Der Rückweg führt uns entlang des «Schlösslesteige», von wo aus sich eine atemberaubende Aussicht ins Tal eröffnet.

Der Uracher Wasserfall

Der Brühlbach bei Bad Urach entspringt am Ende des idyllischen Maisentales. Von dort aus bahnt sich das Wasser seinen Weg und stürzt am Uracher Wasserfall eindrucksvoll 37 Meter in die Tiefe. Diese Szenerie zählt zu den beeindruckendsten Naturschauspielen der Schwäbischen Alb und zieht zahlreiche Besucher in ihren Bann.

Unser Aufstieg beginnt am Wanderparkplatz Eppenzillfelsen. Von hier aus führt uns ein sehr steiler Wanderweg durch den dichten Wald hinunter zur Quelle des Brühlbachs. Der Weg ist anspruchsvoll, belohnt aber mit einzigartigen Ausblicken auf die unberührte Natur und das tosende Wasser.

Die Wassermenge des Uracher Wasserfalls variiert je nach Jahreszeit erheblich. Während im Sommer durchschnittlich nur etwa 70 Liter Wasser pro Sekunde den Wasserfall hinabstürzen, sind es im Winter beeindruckende 420 Liter pro Sekunde, die das Schauspiel noch imposanter wirken lassen.

Fazit

Wir hatten in dieser kurzen Zeit sehr viel Erlebt. Schöne Wanderungen, baden in einem Baggersee, Burgen gesehen und Städte besucht. Es wird uns immer mehr bewusst, dass unser Leben diese Inhalte und Werte in der Zukunft haben werden.

Wir freuen uns….

Wir sind gespannt auf deine Meinung.....