Fahrzeugabgabe in Hamburg
Obwohl wir die Unterlagen von Seabridge für die Fahrzeugabgabe hilfreich finden, stellen wir fest, dass einige Informationen nicht mehr aktuell sind. So funktioniert die Waschanlage bei der Schell-Tankstelle bereits seit langem nicht mehr.
Als ideale Alternative finden wir eine Aral-Tankstelle etwa zehn Kilometer weiter. Diese bietet eine spezialisierte Waschstrasse für LKW und PKW sowie eine Münzwaschanlage. Hier können wir nicht nur unseren Body auf Hochglanz bringen, sondern auch unser Motorrad gründlich abdampfen, um den strengen Anforderungen für die Verschiffung gerecht zu werden.
Adresse:
Wilhelm-Ivan-Ring 1 21035 Hamburg
Koordinaten:
53.489464, 10.114318
Die Schell Tankstelle fanden wir aber als Übernachtungsmöglichkeit praktisch. Sie ist vergleichsweise ruhig und kostengünstig. Wir verbringen hier zwei Nächte für insgesamt 28 €. Das Beste daran: Davon können wir 21 € direkt im Burger King konsumieren und dabei das kostenlose WiFi nutzen, um letzte Dinge online zu erledigen.
Duschen sind gegen Gebühr vorhanden, wobei wir über deren Sauberkeit nichts sagen können, da wir sie nicht nutzen. Uns ist dieser Platz deutlich sympathischer als der von Seabridge empfohlene Wohnmobilhafen-Hamburg, der direkt an einer verkehrsreichen Hauptstrasse liegt. Hier haben wir die nötige Ruhe, um uns mental auf die Abgabe vorzubereiten.
Die Fahrzeugabgabe am O’Swaldkai
Nach unserer Ankunft in Hamburg verbringen wir eine Nacht auf dem grossen LKW-Parkplatz direkt vor dem Terminal O’Swaldkai. Sobald am nächsten Morgen das Berufsleben losgeht, wird es jedoch sehr laut – wir können diesen Platz daher nur als Notlösung empfehlen. Laut Beschilderung ist das Parkieren für maximal 24 Stunden erlaubt, was jedoch kaum kontrolliert wird.
Reibungsloser Ablauf im Hafen
Die eigentliche Abgabe gestaltet sich unkompliziert. Im Container vor dem Hauptgebäude ziehen wir eine Nummer. Sobald diese auf dem Display erscheint, melden wir uns im ersten Stock mit Fahrzeugausweis, Führerschein und Reisepass am Schalter an. Nach der Registrierung warten wir auf den Aufruf zur Einfahrt. Wichtig: Es darf nur eine Person mit gelber Warnweste auf das Hafenareal fahren.
Inspektion und Dokumentation
Auf dem zugewiesenen Parkplatz wird das Fahrzeug sehr genau inspiziert. Jeder Kratzer wird fotografiert und auch der Innenraum wird bildlich dokumentiert. Interessanterweise interessiert sich bei der Abgabe niemand für unsere Ladung. Obwohl wir gemäss den Hinweisen von Seabridge alle Reservekanister mit Motoren- und Getriebeöl entsorgt haben, wird der Inhalt des Fahrzeugs weder kontrolliert noch hinterfragt.
Kurz zusammengefasst:
- Fahrzeug wurde im Hafen zertifiziert gereinigt
- Fahrzeug wurde nicht gewogen und nicht nachgemessen
- Inspizieren auf Schäden an der Aussenseite des Fahrzeuges und dokumentieren
- Innenraum Blickinspektion auf lose Inhalte und fotografieren
- Keine Kontrolle der Staufächer
- Keine Kontrolle der Tankinhalt und Reservekanister
- Keine Fragen nach Lebensmitteln, etc.
- Keine Packliste
- Zündschlüssel verbleib im Hafen
- Schlüssel zur abgeschlossene Wohnkabine, die zum Fahrerhaus auch verschlossen ist, muss nicht abgegeben werden
- Dauer ca. 1 Stunden
- Die Kennzeichen kann man im Hafen demontieren und mit den Fake-Nummern austauschen








